Expedia und Priceline

Expedia verzeichnete im vierten Quartal 2008 einen Wertverlust von 2,76 Mio. US$. Wie aus der Führungsetage zu hören war, wird dieser Wertverlust zu weiten Teilen mit der schlechten Gesamtsituation der Weltwirtschaft bzw. der sich ereignenden Wirtschaftskrise begründet. Betrachtet man allerdings steigenden die Wertzuwächse  und Marktanteilsgewinne anderer Unternehmen, so zum Beispiel Priceline.com, wird deutlich, dass die Wirtschaftskrise nicht alleine schuld ist.

Im Gegenteil – bei Expedia hat man sich auf hohen Umsätzen und einem wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre ausgeruht, und dabei zu wenig Innovationen angestrebt. Mittlerweile steht Expedia zwar in Bezug auf seinen Marktanteil immer noch gut da, aber der Kunde bestraft den Konzern für seine mangelnden Innovationen und seine starre Geschäftspolitik – technisch und strategisch gehört Expedia m.E. bald der Vergangenheit an.

Unabhängig von diesen Entwicklungen bleibt es spannend, wie die Branchenriesen im eTourismusbereich der vergangenen Jahre die Zukunft angehen und meistern (ob überhaupt?) werden bzw. wer die neuen Player am Markt sein werden.

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10 Kommentare zu “Expedia und Priceline”

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2,76 Millarden Dollar nicht Billionen (im englischen natürlich richtig)

bin schon so im englischen, habs einfach übernommen. Muss wegen DIPL zur Zeit so viel englische Artikel lesen… stimmt natürlich.

Mein Fall oder, wie EXPEDIA zum scam mich versuchte (1.254.95 u$d).

http://www.victimsofexpedia.com/forum/viewtopic.php?t=41

Märkte sind Gespräche sag ich da nur!!! Kunden setzen sich zur Wehr… und ab geht die Post.

2 Punkte zur Ergänzung.

1) Ganz so Innovativ Arm ist Expedia sicherlich nicht. Der Wettbewerb allerdings hat sich verschärft und Einstiegshürden vereinfacht!

2) Die Branche hat bis dto. versucht möglichst viel Content zu haben (und damit Verfügbarkeit zu jeder Zeit und jedem Preis). Die Qualität zu sichern und zu überprüfen ist umso schwerer ohne Hilfsmittel (auch ein gutes Hotel, Appartment …kann im laufe der Zeit ziemlich schlecht werden).

Der Einsatz von Web 2.0 Möglichkeiten (Bewertungen des Kunden/User)….und dies nicht nur auf Seite des Kunden …sonder auch auf Seiten des Anbieters wird erst langsam erkannt und eingesetzt (ich sage nur Trustyou Analytic).

Gruß
Buller

ps. der Fall Expedia ist nicht schön….aber er ist kein Typisches Beispiel für Expedia oder sogar der Online Anbieter….sondern vielmehr ein Fall von Problemen die Produzenten passieren können.

@Autor Man sollte auf jeden Fall berücksichtigen, dass priceline seine Marge zu einem sehr großen Teil aus dem europäischen Markt zieht und das expedia v.a auf dem US Markt (4tgrößter US Reiseanbieter ist) aktiv ist. Insofern ist der Absturz nicht verwunderlich. QI /08 hat expedia noch knapp 100 Mio US Ebita bei einer Umsatzrendite von über 10 % was wirklich respektabel ist. Insofern halte ich die Kausalinterpretation dieses Beitrages für sehr kühn….

@Eli – endlich sagt jemand was :) . Hatte diesen Vergleich einfach mal provokativ in den Raum gestellt… Expedia nat natürlich noch immer eine unglaubliche Größe und Marktmacht. Worauf ich aber schon hinaus wollte, ist dass die Expedianer wenig für Innovationen tun, wenig an Buchungsprozessen etc. optimieren, wenig technische Innovation anstreben – sprich die großen alten eTourismus Konzerne sich nicht mehr mitbewegen.
VG Daniel

besser gesagt sich nicht mehr bewegen können!

Naja, ganz so sehe ich es trotzdem nicht. Zumindest im Web2.0 Bereich wurde dieTechnologie wurde über Tripadvisor (und anderen Anbieter hotwire.com) zugekauft, ich sehe sie schon strategisch gut aufgestellt. Wobei ich den EInblick in die technischen Standards nicht habe. Absolut nachvollziehbar sein Kerngeschäft (Börsennotiert!!) nicht wegen Trends zu gefährden sondern über Zukauf zu agieren und versuchen über Integration / Cross Selling zu fahren.


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von links: Jens Oellrich, Michael Faber, Daniel Amersdorffer und  Florian Bauhuber

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