Wie Spiegel Online heute berichtet, eröffnet Sony zur Leipziger Buchmesse den E-Book-Markt in Deutschland. Was heißt das für den Tourismus? Klassische Reiseführer in Buchform werden zunehmend mehr unter Druck geraten – auch im Reiseführer-Markt wird das E-Book einen Marktanteil erlagen. Wie groß dieser sein wird – ehrlich gesagt kein Ahnung – wie seht Ihr das?
Wieso sollte man sich noch Bücher zulegen die immer veraltet und nie komplett sind – die Haptik allein kann nicht der Grund sein weiterhin Reiseführer zu kaufen – sonst würde es einen Print-Brockhaus auch noch geben, oder?
Das Thema wird eine grundsätzliche Frage bleiben, ob Bücher in ihrer bisherigen Form weiter existieren können. Sicherlich ist das Buch als solches nicht ersetzbar. Zweifelsohne ist das Buch etwas persönliches, das den Geist anregt, Fantasien schafft.
Geistlose, fantasiearme Reiseführer werden in Zukunft keine große Rolle mehr im Büchermarkt spielen. Anregungen, Geschichten und Tagebücher werden weiterhin – auch neben den Blogs – eine gute Position im Markt halten können.
Sobald Reiseinformationen mobil und kostenfrei bzw. unter akzeptablen Gebühren mit entsprechenden Geräten weltweit abrufbar sind, entfällt der Nutzen des seelenlosen und oft unaktuellen Reiseführers in Papierform. Gott sei dank. Liegen die Bücher teils erheblich schwer im Rucksack oder Koffer.
Ich sehe das genauso wie Werner – nur die Guten überleben, wobei ich mir sicher bin, dass das Buch als Guide niemals aussterben wird. Es ist flexibler als ein ebook, v.a. in Regionen, wo kein Strom/Netz herrscht.
Aus eigener Erfahrung kann ein Buch auf Reisen folgenden Nutzen haben: als
- Information
- Schreibpapier
- Klopapier
- Tischfußunterlage
- Kopfkissen
- Waffe gegen Ungeziefer
- Kommunikationsmittel (v.a. Bilder, wenn man Sprache nicht kennt)
- Autowegfahrhilfe am Hang (ok- da wars ein eher größeres Buch…)
- Verband
- etc.
Beim eBook wirds da schwer
Veröffentlicht am 4. Februar 2009 um 08:18 Uhr