Der Einsatz von Open Source Software im Tourismus

Kategorien: Technik/ Web & Tech

Vor ziemlich genau einem Jahr, habe ich einen Artikel zu Open Source Software in der Tourismusbranche geschrieben. Auf meine damalige Frage, ob es spezielle OS Softwarelösungen für die Tourismusbranche gibt, gab es kaum Reaktionen.

Dennoch will ich das Thema erneut ansprechen, da Heise eine Studie zu Open Source Lösungen in Unternehmen veröffentlicht hat. Deren Meinung nach ist OS inzwischen in Unternehmen angekommen. Gerade kleine Unternehmen profitieren von der lizenzfreien kostenfreien (Danke Stefan) Nutzung der Software.

Auf der einen Seite zeigt die Studie, dass der Schwerpunkt der OS Software stark im Netzwerk- und Serverbetrieb liegt, aber auf der anderen Seite, dass zunehmend auch Office Programme zur Anwendung kommen.

Ich gehe davon aus, dass in der Touristik ebenfalls die klassischen Office Lösungen, welche auch als Open Source bereitgestellt werden, teilweise zum Einsatz kommen, beispielsweise: Firefox, OpenOffice, Thunderbird.

Wie sieht es darüber hinaus mit weiterer Software aus? Bis zum heutigen Tage ist mir nicht zu Ohren gekommen, dass es speziell für die Touristik entwickelte OS Software gibt. An welchen Stellen gäbe es Ansatzpunkte, um Open Source Software für die Tourismusbranche zu entwickeln?

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9 Kommentare zu “Der Einsatz von Open Source Software im Tourismus”

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Ich kann Eure Idee und Feststellung unterstützen, dass Open Source in Unternehmen angekommen ist. Mir fallen aber auch nur wenig direkt touristische Lösungen ein.

Bei den Hotelbuchungsmaschinen ist Cultuzz mit Cult Booking (Joomla-Fork) ein Vorreiter für Open-Source-Anwendungen. Leider wurde CultBooking seit 2007 nicht mehr weiterentwickelt und ist so aus Sicherheitsgründen sehr bedenklich.
Ebenfalls auf Joomla basiert JoomRes, die eine einmalige (geringe) Lizenzgebühr erfordert. Beide sind aber für den Einsatz nicht 100%ig zu empfehlen.

Für den Online-Shopping-Bereich sieht das schon anders aus. Mit Oxid E-sales, xt:commerce (3-version), Prestashop oder VirtueMart stehen Hoteliers umfangreich Anwendungen zur Verfügung, um Eintrittskarten und Gutscheine zu verkaufen.

… und wer immer noch mit einem Internet Explorer surft ist selber schuld :) !

Eine spannende Entwicklung gibt es gerade mit Opengoo.org – eine webbasierte Office-Anwendung mit Termine, Projekte oder Dokumente verwaltet werden können. Entgegen anderer Modelle liegt das System auf dem eigenen Server! Eine Modell für kleine touristische Unternehmen, die an unterschiedlichen Standorten zusammenarbeiten.

Open Source IST NICHT “lizenzfrei”.

Die Lizenz kostet kein Geld. Aber sie ist trotzdem da. Denn ohne Lizenz dürfte man die Software/Bilder/Videos/… gar nicht nutzen.

Auch wenn sich das jetzt nach Pedanterie anhört, so sollte man sich den Unterschied bewusst machen. Denn aus eben dieser Lizenz ergeben sich die Rechte und Pflichten der Nutzer und Weiterentwickler.

Guter Einwand! Ist wohl auch vielen gar nicht gewußt. Zumal die unterschiedlichen GPL-Modelle auch sehr komplex sein können!

Deshalb mag ich die GPL. Da weiß man was man hat. Fertig. BSD ist auch noch durchschaubar. Ebensoo die CCs, wobei da ja schon die Verwirrung anfängt. (“Es gibt nicht DIE CreativeCommons Lizenz”)

In andere Lizenzmodelle, die ähnliches bezwecken, aber in “unbekannte” Formulierungen stecken sind mir da zu umständlich.

Habe sogar schon für Wiki-Inhalte die GPL gewählt, und kurzerhand das Wiki-Markup zum Sourcecode erklärt. Das war aber noch in Zeiten vor CC.

Bei Lizenzen setzte ich auf die “Marktführer” :)

Hallo Stefan,

Danke für den Hinweis. Natürlich gibt es verschiedene Lizenzmodelle für Open Source Lösungen und diese sind auch notwendig, damit OS Software überhaupt existiert.
Ich meinte natürlich kostenfreien Nutzung und war in der Wortwahl nachlässig.

Grüße
Jens

Mir fallen für OpenSource nur Anwendungen im Webbereich ein.
Typo3: Hier gibt es unterschiedliche Erweiterungen für dieses Content Management System, wie z.B. einen Flat-Manager, Kartenanwendung mit GoogleMaps oder eine Adressdatenbank.
Als weiteres denke ich wird OpenstreetMap, (wenn man dies auch unter den Punkt nennen kann) in mittlerer Zukunft seinen Weg machen. So wird den umständlichen Lizenzgebühren von Karten für Print, Online oder mobil aus dem Weg gegangen. In diesem Zusammenhang stehen dann WebGIS-Anwendungen mit GeoServer, Mapserver oder Openlayers, welche touristische Inhalte Ortsbasiert darstellen können.
Für das Kundenmanagement / Gästemanagement stehen verschiedene CRM (Customer Relationship Management) zur Debatte, welche für die Touristiker angepasst werden könnten, wie SugarCRM oder vtiger.

Ich verwende PHP-Residence als Reservierungssystem. Wird laufend weiter entwickelt und funktioniert wunderbar (www.digitaldruid.net/php-residence).

Wir haben auf der ITB 2009 die TYPO3 travel edition vorgestellt. Die travel edition ist Set von sog. Extensions bwz. Modulen für TYPO3 mit dem man Reisewebsites erstellen kann. Die Module decken dabei spezielle Anforderungen ab: z.B. speziell angepaßte DAM, IBE Basis Modul für XML Buchungsstrecken etc.

Also ich weiss ja das dieser Artikel schon was älter ist aber ich muss das mal loswerden … ich habe cultbooking ausprobiert und es funktioniert schon gar nicht mehr … wie schon zuvoir gesagt wurde wird es seit 2007 nicht mehr weiterentwickelt allerdings behauptet cultuzz es sei aktuell. Nun ja support gleich null seitens Cultuzz und das irrsinnigste überhaupt die machen alles nur auf englisch .. was für mich kein problem darstellt dennoch finde ich das ein absolutes NoGo bei einem Unternehmen aus deutschland.

Ruft man dann aber da an wird man auf den Emailsupport verwiesen und legt auf. Schreibt man den “angeblichen” Entwicklern eine Email kommen nur dumme Antworten wie ” Das kann nicht sein bei uns gehts ja auch” aber die denken nicht daran das die Ihr eigenes System auch regelmäßig warten und neuerungen machen. Ich möchte bezweifeln das die noch mit php3 arbeiten. Auf jedenfall bekommt man null support und wenn man sat das funktioniert nicht dann sagen die das cultuzz das ja installieren kann und dann will man gleich 1500 eur dafür haben. Für ein einziges Formular??? Hallo.

Nun ja auf jedenfall bin ich auf der Suche nach einem Tool was ich mit cultuzz ansteuern kann und ein Buchungsformular erstellen welches dem Design der seite entspricht.


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