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Die 7 Trends im eTourismus 2009

Folgende sieben akteursübergreifenden zentralen bzw. dominierenden Trends erwarten wir im eTourismusbereich 2009:

7 Trends im eTourismus Bild via Flickr: monoglot

1. Internet, Internet & Internet: Das Internet als Informations- und Buchungsmedium wird eine noch entscheidendere Rolle spielen als bisher!

2. Mobilität von Diensten: Jahrelang wurde von dem Megatrend “mobile Dienste/Location Based Services im Tourismus” gesprochen; 2009 wird das Jahr der Praktikabilität werden – die Gründe sind einfach: die Dienste erreichen mittlerweile die Handys der Gäste, d.h. keine speziellen Leihgeräte und mobiles Internet ist erschwinglich und mit der dementsprechenden Hardware einfach zu nutzen.

3. Allgegenwärtigkeit: Thema Ubiquitous Computing/Ambient Intelligence – dieser Trend wird sich im Jahr 2009 im Tourismus enorm verstärken! Gründe hierfür: Hardware (z.B. Sensoren, Chips) werden immer günstiger und kleiner und haltbarer (z.B. Einsatz in Outdoorkleidung oder Gästekarten)

4. Social Software: Soziale Software wird in der Tourismuswirklichkeit ankommen – Blogs, Soziale Netzwerke, Video- und Bildplattformen, Wikis und Co. werden von vielen touristischen Akteure genutzt – die Pionierzeit ist definitiv vorbei!

5. Neuronales Marketing: Brain Branding bzw. Neuroökonomik wird im Internet 2009 immer wichtiger – aufmerksamkeitsstarke Gestaltung und Kommunikation touristischer Angebote rückt in den Mittelpunkt – unterschwellige Beeinflussung der Kaufentscheidung als Ziel.

6. Mapping: Die OpenStreetMap (OSM) wird den touristischen Kartographiemarkt nachhaltig verändern – 2009 werden viele alten Geschäftsmodelle ad absurdum geführt und neue Geschäftsmodelle erfunden werden müssen!

7. Performance Marketing: Die Messbarkeit von Marketing-Aktivitäten rückt aufgrund knapper Mittel 2009 ins Blickfeld touristischer Akteure. SEO und SEM sind hier nur die Spitze des Eisbergs!

FB

7 Kommentare zu
Die 7 Trends im eTourismus 2009

Also wenn das alles kommt, kommt auch IPV6 endlich. Oder es gibt einen Engpass an IP-Nummern, womit beim aktuell gebräuchlichen IPV4 das Internet “plötzlich” endlich wird… 😉
😀 In diesem Sinne, fröhliches Neues Jahr 😀

So oder so wird es kommen…pls mehr TV im Internet. Hat ja auch niemand was von Ausrasten gesagt 🙂 Auf ein frisches, frohes, neues und genauso inspirierendes udn gestaltungswürdiges 2009! lg aus Salzburg

mgs733

8. Judgement Year: Durch die Finanzkrise werden diverse VC Geber das Subventionsportfolio stark verkleinern und Finanzspritzen weit weniger üppig ausfallen lassen. Mal sehen wer es von den zahlreichen Tourismus Web 2.0 Angeboten nach 010 schafft und welche Asuwirkungen dies auf die Realitätswerdung des SMM Hypes im Tourismus hat.

Wenn ich mir ansonsten die Trends anschaue: Weitgehend keine Innovation, es scheint sich eher um Aufholbedarf zu handeln.

Joebertl

3 weitere Trends die 2009 Realität im Tourismusmarketing werden:

1. Bedingungslose Kundenorientierung. Im web 2.0 sagt der Kunde wo es lang geht, und nicht der touristische Anbieter. Der Kunde wird auch im Reise-Biz vom Konsumenten zum Prosumenten. Er gestaltet schon heute touristische Angebote durch seine Meinungen, Produkt-Erfahrungen und Kommentare auf Seiten wie Tui, Holiday Check, HRS, booking.com & co. Das web 2.0 wird zur touristischen Mafo-Quelle (2009 noch nicht zur Nummer 1, aber stark genutzt werden …)

2. Reiseportale werden zu Aufmerksamkeitsverteilern potentieller Gäste. Es geht darum Usern den content zu bieten der für ihn und seine Reiseentscheidung relevant ust. Egal ob dieser sich auf der eigenen Seite befindet oder nicht. Portale, deren Geschäftsmodelle die potentielle Gäste rasch zur Info lenkt, die diese interessiert, werden die Nase vorne haben. Offenes Portal statt geschlossener Community ist die Devise. Der User ist mündig genug selbst zu entscheiden welchen content er konsumieren mag.

3. Mash Up. Unterschiedliche Inhalte werden kombiniert dargestellt und angezeigt. Karten Anwendungen a la maps.google.com oder transit.Google.com werden den Alltag im Tourismusmarketing verändern. Auch auf Seiten abseits Google, z.b. Affiliates (metabuchungen, oder maps.google integration in seiten von destinationen

Roman Egger

Einen Punkt finde ich noch für wesentlich:Ö Es muss und wird zu “content-to-to” kommen. Dezentral gewarteten Content der frei zur Verfügung gestellt wird – um die Redundanzen von Content zu beheben und die Wartung und Aktualisierung zu vereinfachen/ermöglichen. Dies bedingt jedoch, dass sich jene um den Content kümmern, um die es geht. Destinationen können und sollten künftig nicht mehr den Content Dritter warten und pflegen – denn wer mit dem Netz Geld machen will muss damit Arbeiten. Ein entspechender Ansatz könnte der von TANDEM sein….. http://www.tandem.travel

“Mobilität von Diensten”: Wird das eurer Meinung schon 2009 kommen?

Wissts, was auch wünschenswert wäre und es ist umso tragischer, dass ihr das nicht auf die Liste nehmen könnt, weil es nämlich auch nicht in Sichtweite ist:
endlich Schluss und aus mit dem alten, verzopften Marketingdenken der “Push-aera” und kein stundenlanges Gequatsche mehr, wohin man die Budgets shiftet und keinem mehr erklären müssen, dass er ab nun allen datenbankgestützten Kommunikatiosnformen aufgeschlossen gegenübertreten muss, weil ER sonst weg ist vom Fenster….

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Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation