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5. November 2008

Über welche Marken spricht das Web wirklich! Autos, Google, nö!

Bin auf einen interessanten Artikel bei der Internet World gestoßen, den ich im Inhalt nicht bezweifeln, allerdings auf einen Aspekt hinweisen möchte! 1.100.000 Meinungsäußerungen in Weblogs, Foren, Microblogging Diensten, Social Networks und auf Videoplattformen wurden für folgende Aussage analysiert:

“Besonders intensiven Austausch über Marken führen im deutschsprachigen Internet die autoaffinen Internetnutzer. Keine andere Nutzergruppe präsentiert sich derart performativ.”

Doch so viele Bewertungen und Äußerungen wurden dafür untersucht! ^^

Ich stelle eine Gegenthese auf – über touristische Marken spricht das Web deutlich mehr als über jede andere Marke (Betrachtet man nicht Einzelmarken, sondern die Anzahl der Bewertungen pro Branche):

Alleine die Zahl der Hotelbewertungen bei den wichtigsten Plattformen (Holidaycheck: 877.573; Tripadvisor: über 20 Millionen; Stand 5.11.2008) zeigt, über welche Marken das Web wirklich spricht. Hier macht der Marken-Long Tail die Masse, nicht einzelne Marken, das ist mir bewusst! Nichts desto trotz ist meines Erachtens nicht die Automobilbranche vom Social Web am stärksten beeinflusst, sondern die Tourismusbranche!

Die Pressemiteilung von Ethority.de wird zu den Folgen deutlich:

“Die Resultate dieser Buzz-Analyse zeigen, wie wichtig Social Media heute für die Markenführung und Kommunikation aber auch für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) geworden sind. So sind durchschnittlich 43% aller markenbezogenen Gespräche für die Bildung einer Käuferpräferenz relevant.”

Märkte sind Gespräche und das Web ist ein soziales Kommunikationsmedium! Im Web im Gespräch zu sein heißt im Markt sein – nicht im Social Web zu sein heißt nicht mitsprechen zu können!

FB

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer von Tourismuszukunft - Institut für eTourismus sowie wissenschaftl. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seinem wissenschaftlichen und beruflichen Fokus sind Innovationen in Destinationen, wie z.B. Social Media-Anwendungen, die zunehmende Virtualisierung des Reisens sowie neue Reisetrends bzw. Reiseformen.

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