Crowdsourcing oder das AAL Prinzip – Andere Arbeiten lassen

Kategorien: Marketing & Vertrieb

Bild vom Vortrag Crowdsourcing als Erläuterung zum Brennpunkt eTourism 2008 in Salzburg

Noch immer am Brennpunkt eTourism, jetzt referiert Hannes Treichl von Voda über das Thema Crowdsourcing im Tourismus. In seiner Einleitung zeigt er eindrucksvoll am Beispiel Aktenzeichen XY, dass Crowdsoucring ein alter Hut ist – eigentlich. Aber im Web2.0 eröffnen sich viele neue Möglichkeiten für das Thema Crowdsourcing. Am Beispiel Wikitravel, Holidaycheck und co. zeigt er auf, wie touristische Inhalte durch zahlreiche Nutzer völlig unabhängig von der Tätigkeit einer Destination erstellt werden – ein typischer Vorgang im Web2.0, der weiter gedacht auch das Thema Longtail einschließt.

Crowdsourcing ist das Auslagern von “Arbeit” an Internetuser. Diese Arbeit kann das Erstellen von Content sein, die Lösung von Aufgabenstellungen (sei es die grafische Gestaltung eines CDCovers, eines Wahlplakats oder eine konkrete Frage zu lösen auf BrainR.de). User im Web übernehmen diese Arbeit, weil es sie interessiert - Hannes Treichl weist daraufhin, dass diese oft als Amateure bezeichneten möglichen Helfer ja meist Liebhaber wären, die sich genau für dieses Thema wirklich interessieren. Aus solch einer persönlichen Begeisterung entsteht im Regelfall ein engagiertes und hochwertiges Ergebnis.

Entsprechend den Verhaltensregeln im Social Web kann Crowdsourcing aber auch nur dann funktionieren, wenn es “social” durchgeführt wird – falls ein kommerzieller Anbieter hinter der Fragestellung steckt, sollte er diese personalisieren und sich ehrlich outen, sich fair verhalten, in jedem Fall sollte sozial und offen kommuniziert werden und die “Story” personalisiert werden. Weitere Erfolgsfaktoren sind die Vernetzung des Projektes (mit Multiplikatoren), die Motivation zur Teilnahme am Projekt für den interessierten User und weitere.

Fazit: Crowdsoucring kann sehr hochwertige Ergebnisse bringen, benötigt unbedingt Methodenwissen bei der Durchführung und kostet nicht zwangsläufig weniger als eine Agentur (ohne Crowdsourcing) zu beauftragen!

D.A.

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[...] Da meine Slides wie immer eher aus Bildern statt Text bestehen, danke ich an dieser Stelle Daniel Amber für die Live-Zusammenfassung in Worten (» zum Beitrag). [...]


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von links: Jens Oellrich, Michael Faber, Daniel Amersdorffer und  Florian Bauhuber

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