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13. November 2008

12 Thesen zur Zukunft des eTourismus

1. Die Menge der touristischen Informationen im Netz nimmt jeden Tag weiter zu. Die Zahl der Gatekeeper von Informationen im Netz wird rasant ansteigen. Diese Entwicklungen haben ihren Ursprung im Web2.0-Aufkommen. Es werden sich neue Methoden entwickeln, diese Informationsflut kanalisierbar und für den Nutzer erträglich und nutzenstiftend zu machen.

2. Die globale Nutzung des Internets wird weiter steigen und es wird immer vielfältigere Verhaltensweisen der Nutzung geben.

3. Es wird 4 Arten geben, dieser Informationsflut Herr zu werden: SEO, Suchmaschinen mit künstlicher Intelligenz, das semantische Web und den sozialen Filter. Sozialer Filter bedeutet, das Nutzer nur noch Inhalte konsumieren, die ihnen ihr virtuelles soziales Netzwerk weiterleitet bzw. vorsortiert hat.

4.  Anwendungen, die Inhalte auf intelligente Art und Weise und unter Berücksichtigung des social graphs des Users aus verschiedenen Web2.0 Plattformen aggregieren und damit dem User einen hohen Nutzen stiften, werden zukünftig erfolgreicher sein als normale Tourismuswebseiten.

5. Dort wo der soziale Filter wirkt, wird der Leitsatz “Quality matters!” (bezogen auf die touristische Angebotsqualität) weiter an Bedeutung gewinnen, denn persönliche Empfehlungen und UGC hebeln die konventionelle Marketingsprache aus.

6. Das semantische Web wird eine neue Generation von Anwendungen ermöglichen, die die Inhalte für den Computer verstehbar machen. Tourismusdienstleister können so auf eine um ein Vielfaches verbesserte Bedienbarkeit von Buchungssystemen gespannt sein und die Suche in den Systemen wird auch für den Gast wesentlich komfortabler werden.

7. Je einfacher eine Anwendung funktioniert bzw. je höher die Usability einer Travelanwendung, desto erfolgreicher wird sie sein und desto leichter werden die Nutzer sie annehmen.

8. Dank sinkenden Kosten und steigenden technischen Möglichkeiten wird sich die Information im Reisebereich zu einem gewissen Teil weg vom Computer hin auf das Mobiltelefon verlagern bzw. hier werden neue Bereiche erschlossen werden.

9. Technologischer Fortschritt, bessere Serverleistungen und die Einführung offener Datenstandards werden zu einer umfassenden Buchbarkeit touristischer Leistungen führen, auch von unterwegs.

10. Software as a Service Modelle, Cloudcomputing und crowdsourcing von touristischen Informationen werden zentrale Zukunftsthemen des Betriebs touristischer Anwendungen im Internet sein.

11. Die Zahl der klassischen Werbeanzeigen im Internet wird noch zunehmen und die klassische Werbung wird zunehmend mit redaktionell erstelltem Content verfließen. Besonders Internet-unerfahrende Kunden werden auf diese Form der Werbung “hereinfallen”.

12. Technologie, Speicherplatz, Kommunikationskosten und Traffic werden immer preisgünstiger werden, damit steigen die technischen Möglichkeiten, welche Travelanwendungen userseitig ausschöpfen können.

Nach einem Artikel auf Hotelmarketing.com und eigenen Vorstellungen entworfen. Weitere Ideen? Weitere Thesen?

D.A.

Daniel Amersdorffer

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