Triphunter nutzt Viralität von wer-kennt-wen

Eine spannende Meldung in dieser Woche kommt von Triphunter, welche mit einer einzigen Aktion innerhalb 24 Stunden ca. 90.000 neue Leads für ihr Produkt gewinnen konnten (Siehe auch exciting commerce und basicthinking). Was hat Triphunter gemacht?


Triphunter hat vor längerer Zeit eine Gruppe in dem Social Netzwerk Wer-kennt-wen ins Leben gerufen. Um neue Mitglieder für diese Gruppe zu gewinnen, hat Triphunter ein Gewinnspiel platziert, bei dem jede in die Gruppe eingeladene Person ein Los darstellt. Der Hauptpreis ist eine Reise nach New York. Mit dieser Aktion hat Triphunter den größten Mitgliederzuwachs einer Gruppe in wkw verursacht und uns zu ein paar Gedanken und Rechenbeispielen angeregt.

Expedia.de - Reisen. Wie, wann, wohin du willst.

Gabriel von Triphunter schreibt in eine Mail an uns:

Wirklich erkenntnisreich finde ich: 2 Monate relativ intensiver Bebannerung in einem Social Network schafft ca. 9.000 Mitglieder. 1 Tag “gaming” im Co-Brand schafft 90.000 Mitglieder. Ich glaube daraus könnte man schon ableiten, dass Werbeformen mit einer Interaktionskomponente direkt auf der Plattform eine signifikant höhere Durchschlagskraft haben.

Mit dieser Überlegung hat Gabriel sicherlich recht. Banneraktionen in Social Networks wurden schon immer kritisch gesehen und der Erfolg dieser Aktion lässt sich mit ein paar Rechenbeispielen noch eindrücklicher belegen:

Nehmen wir Kosten für die Aktion inkl. Bereitstellung des Gewinns in Höhe von 10.000 Euro an. So hat diese Kampagne einen vergleichbaren wert, wie ein Traffic Einkauf über Google Adwords in Höhe von ca. 11 Cent pro Klick. Für 11 Cent bekomme man bei Google allerdings kein spannendes Keyword aus dem Reisebereich. Hier werden für gute Keywords durchaus 1-2 Euro bezahlt, während Triphunter Mitglieder für die Gruppe für ca. 11 Cent gewonnen hat (bei den angenommenen 10.000 Euro Kosten).

Die Herausforderung von Triphunter liegt nun darin, die 90.000 angemeldeten Gruppenmitglieder zu Kunden zu konvertieren. Der Vorteil gegenüber einer Google Kampagne ist, dass Triphunter seine Kunden in der Gruppe kennt und diese „bei Laune“ halten kann.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Triphunter die Mitglieder nicht alle sofort zu Kunden konvertieren muss, sondern diese mehrfach ansprechen kann. Damit dürfte eine höhere Konvertierungsquote erreicht werden, als bei einem durchschnittlichen Keyword. Besser auf das Geschäftsmodell von Triphunter ist diese Aktion sowieso zugeschnitten.

Viralität in Social Networks ist ein wichtiger Punkt, der häufig diskutiert wird und den viele Unternehmen für sich nutzen wollen. Hier wurde die Viralität durch ein Gewinnspiel erreicht. Andere Beispiele werden wir demnächst vorstellen.

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4 Kommentare zu “Triphunter nutzt Viralität von wer-kennt-wen”

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Das Problem bei der Sache ist jedoch, das WkW (genau wie MeinVZ) keine gewerblichen Aktivitäten auf ihren Plattformen wünschen:

http://stefan.waidele.info/2008/10/05/restriktive-tos-wachstumshemmnis/

Und wieviele von diesen Gruppenmitgliedern haben sich dann bei Triphunter selbst angemeldet? 10%? 20%?
Ein Vergleich mit AdWords ist m.E. nicht ganz zutreffend – hier wuerde ja fuer das Produkt selbst geworben werden (also Mitgliedschaft auf Triphunter), nicht nur auf einer Social Networking site.

@Maria
Für mich reduziert sich der Vergleich mit den Adwords auf die einfache Frage:
was kostet mich es über adwords eine Reise zu verkaufen und was kostest es mich über diese Aktion eine Reise zu verkaufen.
Da wir nicht die Triphunter Zahlen und Conversion kennen, können wir das an dieser Stelle nicht genau klären. Aber gewissen Einschätzungen und Erfahrungswerten zur Folge war für Triphunter diese Aktion günstiger als eine vergleichbare Investition in Adwords

gibt es denn mittlerweile Untersuchungen zu dem Thema (Konversionen) von triphunter auf wkw ? denke mir, daß es nicht so einfach ist mitglieder einer social network gruppe auf dauer bei laune zu halten. die sind wohl schnell dabei, aber genauso schnell wieder eingeschlafen.


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von links: Jens Oellrich, Michael Faber, Daniel Amersdorffer und  Florian Bauhuber

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