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6. Oktober 2008

Google, neuronale Netze und Semantisches Web – Wer liefert die besten Ergebnisse?

Im Zuge einiger Fachgespräche mit verschiedenen Firmen, Entwicklern und Start-Ups, die sich allesamt mit der Organisation von Information im Internet beschäftigen, kristallieren sich verschiedene Methoden heraus, dem suchenden Gast die gewünschten Informationen bereit zu stellen.

Google – Einige Portale vertrauen auf die Fähigkeiten von Google und optimieren ihren Content für Google. Je mehr Informationen im Internet aggregiert werden, desto schwieriger wird diese Art der text- und rankingbasierten Suche. Google liest Daten aus, kann diese aber nicht inhaltlich interpretieren oder nur in sehr begrenztem Maße. Google kann meines Wissens Texte nicht daraufhin unterscheiden, ob sie vom Golf-Auto, Golfsport oder einem Meeresgolf handeln. Danke an R. U. für das eingängige Beispiel 😉 .

Neuronale Suchmaschinen gehen einen Schritt weiter und ergründen die Inhalte und Zusammenhänge von den durchsuchten Webseiten nach neuronalen Netzen: Welche Begriffe hängen auf welche Weise mit anderen Begriffen zusammen, und was bedeutet dies für den Inhalt, so die Vorgehensweise. Neuronale Suchmaschinen arbeiten also mit künstlicher Intelligenz und sind lernfähig, sie können ihr Verstehensraster / ihr Verstehensnetz erweitern. Eine neuronale Suchmaschine bringt Begriffe und Satzkonstruktionen un Zusammenhang und liefert damit unter Umständen höherwertige Suchergebnisse. Bisher ist mir nur eine Suchmaschine dieser Art bekannt, diese befindet sich aber noch in der Entwicklungsphase.

Semantik Web basierte Ansätze nähern sich der Datenflut von Seiten des Contents. Content wird im Falle des Tourismus von den Leistungsträgern mit einer Ontologie verknüpft, welche dem Content Attribute verleiht und ihn damit für Computer verstehbar macht. In Zeiten von Web2.0 und Datenmassen im Netz ist diese Technik vor allem für begrenzte Einheiten der Suche brauchbar, eine hohe Reichweite der Suche wird zum heutigen Zeitpunkt an der noch zu geringen Verbreitung der onotologieverknüpften Daten scheitern.

Social Media hieße bezogen auf die Auffindbarkeit von Informationen im idealisierten Falle, dass Informationen im eigenen sozialen Netzwerk eine höhere Relevanz haben für die Präsentation der Suchergebnisse, ODER dass es so genannte Interessens-Zentren im Netzwerk der SNS User gibt, die die passenden Informationen bereitstellen, entweder gezielt auf Anfrage oder bereits zuvor als ungezielter Content.

Fazit: Es bleibt auf jeden Fall spannend, zu beobachten wie Semantik Web in Destinationen aufgenommen wird und wie sich neuronale Suchmaschinen weiter entwickeln. Und auf der Metaebene muss beobachtet werden, ob sich der Trend zu einer Verbesserung der Suche, zu einer Verbesserung der Daten oder Sozialem Netzwerk Targeting hinentwickelt.

D.A. – heute mit ein paar wirr-innovativen Gedanken 😉 .

Daniel Amersdorffer

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