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16. Oktober 2008

Amiando nutzt Viralität für den Ticketverkauf

Bereits letzte Woche war Mark Zuckerberg CEO von Facebook in München und hat dort einen Vortrag gehalten. Das Rahmenprogramm hat Amiando genutzt um seine im Sommer entwickelte Funktionalität von viralen Tickets vorzustellen. Mit dieser Funktion ist Amiando auch der erste europäische Partner, der die “Connect” Funktionalität von Facebook anwendet.

Das Connect Programm von Facebook ermöglicht Aktivitäten auf externen Internetseiten Freunden auf Facebook darzustellen. Kommentiert beispielsweise ein User einen Eintrag auf Digg, so wird dieser Kommentar ebenfalls in Facebook angezeigt und die Facebook-Freunde werden über diesen Kommentar informiert. Noch ist das Connect Programm in einer geschlossenen Testphase, soll aber ab diesen Herbst für alle Firmen geöffnet werden.


Amiando ist der erste europäische Testpartner, der an diesem Programm von Facebook teilnimmt und speziell dafür hat Amiando einen neuen Mechanismus für den Ticketverkauf entwickelt.

Kauft man ein Ticket über Amiando erhält man einen speziellen Code. Diesen kann man an Freunde weiterleiten bzw. wird über Facebook automatisch Freunden sichtbar gemacht. Kaufen diese ebenfalls ein Ticket und benutzen dabei den Code, so erhält der erste Ticketkäufer einen Werbekostenzuschuss und der Nutzer des Codes erhält einen reduzierten Kaufpreis für das Ticket. Sowohl Werber als auch Geworbener haben einen finanziellen Vorteil, über den speziellen Code eine Veranstaltung zu buchen. Amiando will damit die Viralität unterstützen und hofft im Sinne der Veranstalter mehr Tickets ohne Streuverlust-Marketing  verkaufen zu können.

Ich vermute in Zukunft werden wir weitere, ähnliche Dienste sehen, die ein großes Netzwerk an Freunden in Communities “bezahlt” machen. Diese Form der Werbung ist für Unternehmen besser kalkulierbar und vermeidet große Investitionen ins Marketing mit Streuverlusten. Das was manche Unternehmen seit Jahren erfolgreich in der Nisch praktizieren, den Vertrieb über Freunde, Verwandte und Bekannte, wird mit Hilfe der Social Networks und des Internets zu einer massentauglichen, standardisierten Vertriebsform. Aus Sicht der Unternehmen ist dieser Schritt klar und eindeutig, interessant wird sein, wie die Kunden damit umgehen und diese Vertriebsform akzeptieren.

Infos auch auf Netzwertig und Golem.

JO

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