Qype – Yelp – Tupalo – Location Based Information im Tourismus – Teil II

Vor 3 Wochen hat Tourismuszukunft über Qype berichtet. Im heutigen Artikel werden kurz zwei ähnliche Portale beleuchtet: www.tupalo.com und www.yelp.com – Location Based Information Teil II…

Mit Clemens Beer von Tupalo habe ich letzte Woche im Rahmen einer Konferenz kurz gesprochen. Laut seiner Auskunft zielt Tupalo eine jüngere und urbanere Zielgruppe an. Hinter Tupalo steht ein Startup aus Österreich, das Ende 2006 die Plattform Tupalo erstmals online gestellt hat und zu Beginn von der Wirtschaftskammer Österreich finanziert wurde. Tupalo bietet ähnliche Funktionen wie Qype: Es lassen sich Plätze erstellen und durch die Nutzer bewerten, außerdem gibt es verschiedene Mechanismen zum Social Networking auf der Plattform. Events können im Gegensatz zu Qype nicht erstellt werden – laut Clemens Beer möchte man sich bei Tupalo zunächst auf die Entwicklung von Kernkomponenten konzentrieren. Insgesamt wirkt die Plattform jünger und moderner als Qype, Tagging steht an vorderster Stelle und das Design ist auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten. Besonders aktiv sind momentan User aus Österreich, dies liegt daran, dass die Plattform vormals für die Bewohner der Stadt Wien als Kommunikationsmittel über Attraktionspunkte und Freizeitspots in Wien ausgelegt war (und ist?).  Warum nutzt man die Infos bei wien.info auf dem offiziellen Tourismusportal der Stadt Wien noch nicht? Bei einem kurzen Check konnte ich jedenfalls keine Verbindung zu Tupalo finden.

Screenshot von Tupalo Startseite

Die Plattform www.yelp.com ist auf den nord-amerikanischen Markt ausgerichtet und wird fast ausschließlich von US-amerikanischen und kanadischen Usern genutzt. Laut Yelp liegt das Kerngeschäft ähnlich wie bei Tupalo darauf, dass hier real existierende Menschen (also Gäste und Kunden bestimmter Spots) Spots und Plätze bewerten anhand selbst gemachter Erfahrungen. In seiner “About us” Seite weist Yelp aber auch dezidiert darauf hin, dass Yelp einen zielgenauen Marketingkanal darstellt, mit dem lokale Zielgruppen besser erreicht werden können (Geo-Targeting). Für den deutschsprachigen Tourismus ist Yelp zunächst keine relevante Plattform zur Verteilung von Content im Social Web oder zur Ansprache von Zielkunden. (Lediglich über ähnliche Themen könnten Zielgruppen aus dem amerikanischen Raum angesprochen werden, dies führt aber sehr weit weg vom Ursprungsgedanken des WordofMouth- oder Empfehlungsmarketing.)

Yelp.com - Screenshot der Startseite

Und zum Abschluss noch ein kurzer Hinweis auf einen interessanten Artikel von Techcrunch, in dem verschiedene Social Network Systeme für das Iphone vorgestellt werden. Obwohl die Kernfunktion hier meistens ist, auf einer Landkarte zu sehen, wo sich gerade die eigenen Freunde aufhalten, sehe ich hier große Anknüpfungspotenziale für die oben genannten Plattformen. Eines der Social Networks kooperiert auch bereits mit Yelp.com.

D.A.

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2 Kommentare zu “Qype – Yelp – Tupalo – Location Based Information im Tourismus – Teil II”

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Vielen Dank für den netten Beitrag.

Für uns ist es wichtig, dass wir sowohl für “locals” als auch für Besucher relevante Inhalte bereitstellen. Dies und die weitere Verbesserung der sozialen Aspekete stehen derzeit im Vordergrund.

Kooperationen mit Städte und Regionalportalen (wie eben z.B. wien.info) sind für uns natürlich sehr interessant – sobald es Neuigkeiten in dieser Hinsicht gibt, lassen wir es euch natürlich wissen.

lg,
Clemens (Tupalo.com)

PS: Tupalo wurde nicht von der Wirtschaftskammer finanziert, sondern wir haben im Jahr 2007 die Kreativwirtschaftförderung “departure” (http://departure.at) bekommen. Ansonsten sind wir selbstfinanziert – derzeit laufen einige Investorengespräche, die wir hoffentlich bald positiv abschliessen werden.

[...] und Empfehlungen der Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Vereinsmitglieder, Bewertungen in Foren, die Sie schon mal träumen lassen? Was ist für Sie eigentlich wichtig bei der Wahl ihres [...]


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