Castlecamp Kaprun – Nutzen und Inhalte eines Corporate Hotel Blog im Tourismus

Momentan befinde ich mich auf dem Castlecamp in Kaprun und sitze in einer Session über Hotelblogs im Tourismus. Im Raum sitzen enige Hoteliers wie Stefan Waidele vom Hotel Krone und Hans-Peter Schraffl aus Südtirol. Der Schwerpunkt der Diskussion liegt auf der inhaltlichen Ausrichtung von Blogs und welchen Zweck Hotelblogs verfolgen:

Blogs werden primär zur Kundenbindung genutzt. Im Zuge des Social Webs geht es darum, abseits von der Marketingsprache des Hotelwebseite und des Emailnewsletters persönliche Erlebnisse und Emotionen zu vermitteln. Das Hotel, sein Hotelier und sein Personal sollen greifbarer werden für den sich informierenden Gast. Voraussetzung dessen ist, dass der Hotelier eine Fähigkeit zur Kommunikation und das Interesse an einer expressionisten Art der Berichterstattung über den Hotelalltag, seine Meinung zu umliegenden Sehenswürdigkeiten und co haben muss. Diese Art der personalisierten Kommunikation mit dem Gast ist das nach online verlagerte “Gespräch mit dem Gast”.

Bewertungen wurden ebenfalls diskutiert. Sinnvoll sei beispielsweise eine Integration von Bewertungen in den Blog bzw. eine selbstlose und ehrliche Reaktion auf Bewertungen. Zu dem Thema, wie Hotels mit Bewertungen umgehen können, haben wir bereits gebloggt.

Ein Blog bietet außerdem gute Potenziale für SEO insofern die Blogtexte entsprechend getextet werden. Zu beachten ist aber, dass Top-Suchbegriffe auch mit einem Blog nicht erreicht werden können. SEO im Bereich der umkämpften Keywords ist harte Arbeit und erfordert Investitionen in 3-4 stelliger Höhe. Im Gegenteil – ein Blog macht es möglich schnell eine größere Menge an Content zu produzieren, dies muss nicht der Hotelier alleine tun. Über diesen Content erschließt sich der entsprechende touristische Leistungsträger einen Longtail an Suchbegriffen, die nach Erfahrungswerten 50-80% seiner Zugriffe ausmachen werden.

Und ein Blog ist der erste Schritt ins Social Web. Kommunikation ermöglicht Empathie des Gastes und im weiteren Sinne Kundenbindung. Aber: Ein Blog ist kein Selbstzweck. Über ein weiteres erfolgreiches Beipiel, nämlich den Blog des Mariott Hotels, haben wir kürzlich gebloggt.

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5 Kommentare zu “Castlecamp Kaprun – Nutzen und Inhalte eines Corporate Hotel Blog im Tourismus”

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[...] gibt es ausführlicher Berichte. Oder auch hier…. Weiter Links dazu findet ihr [...]

[...] Ein kurzes Protokoll der Session findet sich auf dem Blog von Tourismus-Zukunft. [...]

[in einer Session über Hotelblogs im Tourismus] wusste nicht das es so etwas gibt ;)

ich finde Hotel aber vor allem kleinere Hotels, Pensionen, Biohöfe und alles was nicht auf “große” Webseiten aufgelistet ist, sollen echt mehr mit Internet machen, und Bewertungen zulassen

Ein Blog ist sicher ein sehr gutes Instrument zur Kundenbindung, allerdings müssen auch hier erst mal Erfahrungen gesammelt werden. Habe selber einen Blog und bin Webmaster, der viel mit SEO zu tun hat und ich denke, dass diese Bemühungen einem Hotellier doch großteils erspart werden, da es mit einem Blog ja nicht um Kundengewinnung geht, sondern um Kunden bindung. Die Zielpersonen werden das Hotel ja bereits kennen und in Kontakt mit den Hotelbloggern stehen.


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von links: Jens Oellrich, Michael Faber, Daniel Amersdorffer und  Florian Bauhuber

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