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Blog Vernetzung: Stöckchen

Ein Ziel von Blogs ist die Vernetzung untereinander. Neben den berühmten Backlinks für Suchmaschinen, hilft es beim Bloggen seine “Nachbarn” zu kennen und mit diesen auch über den Blog hinaus einen Austausch zu pflegen. Wie können sich Blogger aber in einem ersten Schritt vernetzten? Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:

Vor einem Jahr gab es zum Beispiel die Initiative der T-List, ein Zusammenschluss internationaler Tourismus Blogger, der aktuell zu einem gemeinschaftlichen Blog, sowie einem Buch und einem Treffen auf der ITB führt.

Eine andere Möglichkeit, welche einen starken inhaltlichen Bezug aufweist, ist das Teilnehmen bzw. Organisieren einer Blogparade. Hier kann jeder Blogger teilnehmen, der auf eine solche Parade aufmerksam wird und diese interessant findet und dessen Profil in die Ausschreibung einer solchen Parade passt.

Eine dritte Möglichkeit sind die Blog Stöckchen. Hier werden Fragen durch das “Anpingen” anderer Blog weitergegeben. Auf diese Weise machen die Fragen ihre Runde durch die Blogosphäre und durch die Pings wird nachvollziehbar, welche Blogs das Stöckchen geworfen und gefangen haben. Gestern haben wir ein solches “Stöcken” von gastro experience bekommen. Ursprünglich wurde das Stöckchen vom Marketingblogger aus geworfen.

Die Fragen sind:

Seit wann gibt es das Blog?

Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?

Welchen Zweck hat das Blog?

Was hat das Blog bisher „gebracht“?

Hier die Antworten:

Tourismuszukunft wurde September 2006 gestartet und wurde im Laufe der Zeit auf 3 Autoren erweitert. Einen konkreten Anlass gab es damals eigentlich nicht. Gestartet wurde der Blog aus Neugierde, sich mit diesem Medium und der Technik vertraut zu machen. Gerade in der Anfangszeit war das Betreiben des Blogs sehr unspezifisch und nicht auf ein Ziel ausgerichtet. Eine Motivation bestand dennoch darin, sich regelmäßig mit der Branche auseinanderzusetzen und Neuerungen wahrzunehmen und sich seine Gedanken darüber zu machen.  Der Vorteil eines Blogs liegt darin, die Gedanken mit seinen Lesern aus zu tauschen und so von dem gegenseitigen Wissen zu profitieren.  Im Laufe der Zeit haben sich so eine ganze Menge an Ideen und Beschreibungen auf Tourismuszukunft gesammelt (über 400 Artikel).

Ziel des Blogs ist es inzwischen, Innovationen in und für die Branche zu dokumentieren und zu kommentieren. Als Autor wird man so auch zu einem Experten auf diesen Gebiet und lernt täglich eine Menge Sachen hinzu. Durch die Vernetzung mit der Branche besteht vermehrt die Möglichkeit dieses Wissen auch jenseits des Blog weiterzugeben. So kommt es zu Anfragen für Vorträge, Berateraufträge und Lehraufträgen an Uni und FH. All diese Aspekte motivieren weiter zu machen und täglich nach neuen Infos zu recherchieren.

Das Blog-Stöckchen reichen wir weiter an: Detlef Meyer, Ed Wohlfahrt und Helge.

JO

7 Kommentare zu
Blog Vernetzung: Stöckchen

Ed apportiert nicht gerne und kriegt beim Stöckchenwerfen Brechdurchfall. Da ich den Sinn aber doch kapiere beantworte ich die Fragen einfach hier am Blog.

Seit wann gibt es das Blog?

Jänner 2006 – musste erst nachsehen. Find ich aber cool, dass es schon sooo lange her ist

Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?
Ich saß in einer PR Agentur, war angestellt und starrte über Monate hinweg in eine kahle, weiße Wand. Wenn das nicht die Zeit ist ein Blog zu starten (und über das Starren in eine kahle Wand zu berichten…) wann bitte dann.

Welchen Zweck hat das Blog?

Psychohygiene, Nachdenken über das tägliche Tun, Erregung von Aufmerksamkeit, Erarbeitung digitaler Reputation, Gewinnung von Neukunden, Soziales Kapital für andere bereitstellen und von anderen bekommen.

Was hat das Blog bisher „gebracht“?

Unter anderem, dass ich heute selbstständig bin, also die kahle Wand erfolgreich hinter mich gebracht habe. Darüber hinaus, dass ich täglich Neues sehen kann und dass mich dieses komische Kommunikationsvehikel namens Blog mit Menschen in Verbindung gebracht habe, die ich sonst nie und nimmer kennen lernen hätte dürfen.

Danke für das Stöckchen, das ich nicht ganz im Sinne des Erfinders abgearbeitet habe. Lustig war’s trotzdem. Danke!

Mir geht’s bei Stöckchen ähnlich wie Ed, die apportiere ich nur bei ganz außerordentlich kreativen Sachen oder wenn es das Herz einer schönen Frau zu erobern gibt. Oder so.

Dazu kommt dass sich diese Fragen in meinem Fall nicht so einfach beantworten lassen – je nach Auslegung gibt es mein Blog seit 1999 oder seit 2003..

Und Auslöser? Wenn ich das noch wüsste. Einen Zweck hab ich mir auch nicht überlegt. Am ehesten gibt’s hier eine Antwort: http://www.helge.at/2007/05/bloggen-gut-fuer-geschaeft/

Trotzdem danke für’s an mich denken!! 🙂

Florian

Diese Österreicher – unglaublich 🙂 – schade eigentlich – Die Blogstöckchen-Idee ist eigentlich grundsätzlich nicht so schlecht – funktioniert halt nur, wenn das Stöckchen gefangen wird!

Warum nur nicht? Sind die tiefere psychologische Gründe? oder ist das Blog-Stöckchen einfach nur zu “billig”!

FB

@Florian: Ich kann nur für mich sprechen: Ich gehe davon aus, dass meine Antworten auf diese Fragen meine Leser herzlich wenig interessieren. Das gilt für die meisten Stöckchen, darum fange ich die fast nie. Am schlimmsten sind so “Seite 123-aufschlagen”-Stöckchen..

Hab mal ein Stöckchen “erfunden”, von dem ich dachte, dass das mal interessantere Inhalte sind, aber das hat auch niemand gefangen. Siehe http://www.helge.at/2008/02/der-5-minuten-wien-guide/

Ist halt subjektiv. Blogparaden find ich noch öder.

Florian

Hi Helge,

sollte keine Kritik sein – ich will rausfinden warum solche Aktionen nicht funktionieren und welche Motive dahinterstecken – bei Dir als schlechte Erfahrung mit eigenen Stöckchen bzw. falsche Thematik des Stöckchen.

Das heisst umgekehrt könnte ein Stöckchen funktionieren, wenn es die richtigen Inhalte hat? (Frage richtet sich wieder an alle!)
FB

Daniel

@all – Aus meiner Sicht heraus scheitern diese beiden Instrumente vor allem, weil sie eigentlich nicht der “Sprache” und Kommunikationskultur des Bloggens entsprechen. Bei den beiden Methoden wird einfach zu deutlich, um welche Ziele es geht: Backlinks, Publicity. Und aus dem Bauch heraus muss ich Ed zustimmen 😉 – ich habe auch ein unwohles Gefühl, wenn mich jemand ums Paradieren oder Apportieren bittet. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, aber es macht mir im Sinne des Bloggingkultur einfach keinen Spass. Fragen wir uns doch mal, warum das so sein könnte, bzw. welche tieferen Motivationen hier an ihre Grenzen stoßen…

Blogging bedeutet, seiner Meinung recht frei und wann immer man will zu jedem Thema, was einem gerade in den Kopf kommt, Ausdruck zu geben. Dies gilt zumindest für einen Teil der Blogger. Der andere Teil der Blogger ist noch stärker an Zuwendung interessiert – blog to be heard and admired. Und ich glaube zweiterer Gruppe gefallen Blogparaden und -Stöckchen – das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass blog-stöckchen-partizierende Blogger zwangläufig Zuwendung suchen!

Ein paar verwirrende Einschübe meinerseits, nur so spontane Gedanken und auch noch nciht zu Ende gedacht oder validiert…

Ich glaub Stöckchen sind eine gute Sache, wenn man 1) was interessantes mitzuteilen hat und 2) darauf gefasst ist, dass es die meisten Beworfenen nicht apportieren.

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