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Blogs in der Touristik

Nachdem das Thema Bloggen in der Touristik weiter an Zuspruch und Popularität gewinnt, stellen ich hier ein paar Ideen vor, über was in der Tourismusbranche gebloggt werden kann bzw. wie Blogs eingesetzt werden können.

Ein interessantes Beispiel ist der Blog des Reiseveranstalters Frosch-Sportreisen. Hier beschreiben Mitarbeiter und Kunden ihre Erlebnisse rund um die Reisen mit Frosch. Der Blog ergänzt damit die Reiseangebote mit einer persönlichen Note und kann Informationen und Eindrücke liefern, welche in den meist sachlich aufgebauten Katalogen und Reisebeschreibungen keinen Platz finden. Die meisten langen und ausführlichen Berichte mit vielen Fotos geben einen guten Eindruck von den jeweiligen Reisen. Kritische Berichterstattung über die Reisen konnte ich in meiner Stichprobe nicht finden. Sicherlich ist dieser Blog ein guter Weg, um die Zielgruppe passend auf den Urlaub und die Reisen einzustimmen.

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Einen anderen Weg wählen die Schweizer von Travelwindow. Hier schreibt der Chef selber und informiert über Ereignisse in der Touristik sowie seine Eindrücke und Erlebnisse auf Reisen. Einen ähnlichen Weg geht auch Travel-IQ, mit dem Unterschied, dass hier ein kleines Team über Reise-Ereignisse berichtet. In beiden Fällen ist der Blog nicht so stark in den Webauftritt eingebunden und transportiert die Idee bzw. in die Firmenphilosophie nicht in dem Maße. Ein Grund für den Blog könnte das Produzieren von Content sein und die „Google“-Freundlichkeit der Darstellung. Somit kann über den Blog Traffic produziert werden, der allerdings erstmal zu einem Kunden konvertiert werden muss.

Der kinkaa blog stellt die Firma und ihre Entwicklung in den Vordergrund. Hier werden Neuigkeiten, PR Mitteilungen, sowie kleine Geschichten rund um Kinkaa veröffentlicht. Ergänzt werden die Artikel durch das eine oder andere kuriose oder interessante aus der Reisebranche. Der Blog ist auf Konvertierung von Traffic (Präsentation von Werbung) ausgelegt und mit einem guten Netzwerk versehen. Dies zeigt auch die Platzierung bei technorati.

Tripsbytips stellt ebenfalls die Firma im Blog dar und berichtet über die ein oder andere Entwicklung, Feier etc. Damit soll die Firma ein „menschliches“ Gesicht bekommen und positiv vermittelt werden. Auch erhält der Leser Informationen über neue Features und Updates der Community. Dies ergänzt PR Mitteilungen bzw. lässt Entwicklungen darstellen, welche keinen Platz in einer PR Info haben.

Den gleichen Weg wählt auch Trivago oder Travello und sicherlich noch viele andere, jeweils in unterschiedlicher Häufigkeit und Intensität.

Aus diesem kleinen Überblick können bereits mehrere Zielsetzungen vom Bloggen dargestellt werden:

  1. Informationen für Kunden, welche keinen Platz in den Katalogen haben. Persönliche Darstellung der Reiseangebote.
  2. Informationen für Kunden und die Branche, welche keinen Platz in einer PR Mitteilung haben. Persönliche Darstellung der Firma.
  3. Generierung von Traffic durch suchmaschinen-freundliche Darstellung von Content. Monetarisierung von Traffic durch Werbung mit Hilfe von Content, der die eigene Firma zum Inhalt hat.

Ein Ziel wurde noch nicht genannt: Aufbereitung von Länder-Informationen und -Neuigkeiten rund um mögliche Reiseziele, um den Kunden hierüber mit Neuigkeiten zu versorgen. Über diesen Weg kann sich ein Unternehmen als Spezialist auf einem Gebiet darstellen und das Vertrauen der Kunden gewinnen.

Andere Beispiele rund ums Bloggen finden sich auch auf dem PassionPR Blog zum Beispiel hier.

JO

7 Kommentare zu
Blogs in der Touristik

Der Bodenseeblog ist ein B2B-Blog von und für Touristiker am Bodensee. Und die Inselhüpfen-News sind der Blog von der Firma, der Frosch die Reisen nachmacht und die sogar die Texte der Reiseausschreibungen wörtlich klaut. Aber das weißt du ja 😉

Stimmt, da war was. Jetzt wo du es sagst … Sorry hatte ich ganz verdrängt. Wie war das hat sich Frosch entschuldigt?

Ich hatte damals nicht darüber berichtet, weil ich neu im Blogger-Geschäft war und nicht genau wusste, wie ich damit umgehen soll.

Grüße
Jens

Ja, der Geschäftsführer von Frosch hat sich mit ein paar Flaschen Wein bei mir entschuldig, wir hatten dann einen Friedenskaffe auf der ITB 07 getrunken, und im Herbst 07 hatte er („hatten seine Mitarbeiter ohne sein Wissen“…) erneut unsere Reisen und unsere Texte bis ins Detail in seinen Katalog übernommen.

Danke für den Link auf FastenYourSeatbelts.at – wie der Passion PR-Blog seit Nov 2006 heißt 🙂

Kleiner Tipp für alle bloggenden Travel-2.o-Startups: Praktikanten würde ich nur vorstellen, wenn sie dann noch weiter in Erscheinung treten sollen. Ansonsten haben Bilder und Kurzbeschreibungen der Praktikanten kaum einen Informationswert, sondern zeigen, dass man sich möglichst wenig Arbeit mit seinem Corporate-Blog machen will.

Karin

@ Elias:

Ja und? Was hat die re:Publica mit Corporate/Tourismus-Blogs zu tun? Klar kann man mit „gemischtwaren“-Blogs von Privatpersonen nicht viel Geld verdienen, weil es einfach keine lohnenden Werbeplattformen sind. Anders sieht es da schon bei Fachblogs aus. Und auch Herr Dahlmann hat ja gesagt, er generiert Umsätze über das Blog, mittelbare – durch Aufträge.

Bei o.g. Blogs (und vielen Corporate Blogs) geht es doch um andere Sachen als die direkte Generierung von Umsätzen im Blog.

– Erhöhung Bekanntheitsgrad
– Etablierung als „Autorität“ in einen bestimmten Fachbereich
– Vorstellung neuer Produkte
– Imagebuilding etc.

Klar, der ROI ist bei sowas immer schwer zu messen, aber bloß weil die „wir-nennen-es-Arbeit“-Fraktion mit ihrer Blogvermarktung gescheitert sind, heisst es noch lange nicht, dass Blogs per se unrentabel sind.

Hugh! habe gesprochen 😉

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