|

Offene Schnittstellen & Standards in Social Networks

DataPortability

Laut techchrunch ist heute ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird, da Facebook, Google und Plaxo der DataPortability Workgroup beigetreten sind! Was heißt dies konkret?

“Today, by joining the DataPortability Working Group Facebook is embracing open standards and open access, and that is a huge fundamental change from its previous stance on being locked in to closed standards.”

Vor allem aus Sicht von Facebook ist dies ein enormer Richtungswechsel, da bisher Facebook eher für geschlossene Standards stand. Was bedeutet dies für die Zukunft und für touristische Social Network(s) Services? Interoperabiltität und Datenaustausch zwischen den Systemen wird gang und gäbe – die Zeit proprietärer Programmierung für Social Network(s) Services neigt sich dem Ende zu!

FB

2 Kommentare zu
Offene Schnittstellen & Standards in Social Networks

Das sind aber sehr kühne Rückschlüsse im letzten Absatz. Wieso bedeutet dieser Beitritt zu einer Arbeitsgruppe, dass die eigenständige Programmierung von Social Networking zu Ende geht?

1. Social Networking wird nicht programmiert.
2. Falls Du die Web-Applikation meinst, die für solche Communities programmiert werden – sie werden auch noch lange Zeit programmiert werden. Denn solche Plattformen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie Name, Bilder, Vorlieben oder sonst irgend etwas Persönliches speichern können. Vielmehr ist es die Art der Vernetzung, wie man mit anderen Kontakt aufnimmt, welcher zusätzliche Content geboten wird und nicht zuletzt der “User Generated Content” Sinn und Zweck des Networking. Und für alles das ist diese Arbeitsgruppe nicht verantwortlich.

Der einzige, aber durchaus sehr wichtige, Vorteil für den Nutzer ist, dass er sein Profil nicht mehrfach pflegen muss.

Aus meiner Erfahrung wird es in der Programmierung kaum Unterschiede geben. Der Aufwand, um die entsprechende Schnittstelle zu bedienen, dürfte nur geringfügig weniger sein, als wenn man es selber macht.

Darüber hinaus würde ich zunächst erst einmal abwarten, ob dem Beitritt zu dieser Arbeitsgruppe auch eine Nutzung dessen wirklich folgt. Dann muss es auch noch eine Akzeptanz geben. Und erst dann verändert sich etwas. Ich denke, das wird noch eine ganze Zeit dauern…..

Florian

Ich habe mich vielleicht unklar, undeutlich ausgedrückt! ich korrigier das mal! Danke 🙂
zu 1.) fehlt Service

2.) so wie ich das verstanden habe, geht diese Bestrebungen über diesen Vorteil (“Der einzige, aber durchaus sehr wichtige, Vorteil für den Nutzer ist, dass er sein Profil nicht mehrfach pflegen muss.”) hinaus, z.B. bedeutet eine Angleichung der Schnittstellen, dass Ersteller von Widgets nicht für jedes Social Network Service neue Schnittstellen schreiben muss, sondern dies Applikation nur einmal, mit einer standardisierten Schnittstelle erstellt!
Richtig ist, dass der Beitritt nicht automatisch eine Mitarbeit zur Folge hat – allerdings ist dies sicher ein Strategiewechsel eines der führenden SNS (Facebook), dessen Auswirkungen für die Gesamtbranche nicht unterschätzt werden dürfen!

Liebe Grüße,
Florian

Einen Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation