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10. September 2007

Web2.0 Serie für die Touristik: Web-Technologie: Tagging

Tagging, Tags, Tag-Cloud ist eine weitere Technologie, welche mit Web2.0 in Verbindung gebracht wird. Letztlich geht es beim Taggen um die Zuweisung von Schlagworten zu einer bestimmten Information, wie zum Beispiel zu einem Bild oder einem Text. Das Besondere am Taggen ist, dass jeder Nutzer die Möglichkeit hat, Information mit Tags hinzuzufügen und dabei an kein vorgegebenes System gebunden ist. Daher spricht man beim Taggen auch von Folksonomie – Zusammensetzung aus folk (Volk) und taxonomy (Verwaltung). Bei der Anwendung von Tags vertraut man darauf, dass die Mehrheit ein sinnvolles System an Schlagworten entwickelt.

Die Anzeige der verwendeten Tags findet meist mit sogenannten Tag-Clouds statt, bei denen häufig aufgeführte Begriffe größer geschrieben werden und so in ihrer Bedeutung hervorgehoben werden. Bekannte Beispiele für die Anwendung von Tags sind bei del.icio.us oder Flickr zu sehen.

Im Tourismus gibt es nur wenige Anwendungen von Tags. Die Sortierung der Reiseangebote ist hier meist von Experten gesteuert und findet in einer hierarchischen Darstellung in Listen statt. Man denke hier nur an die ganzen Zielgebietslisten oder Abfluglisten, welche nach Ländern, Regionen und Städten sortiert sind. Auch bezüglich der Reisearten werden meist Listen mit Checkboxen dem Endkunden zur Auswahl gestellt. Eine dynamische Gliederung ist hier oftmals nicht vorgesehen.

Eine weitere Form des Taggens ist für die Touristik noch sehr spannend: Das Geotagging. Hier geht es darum, Informationen zu verorten und mit geographischen Tags zu betiteln. Diese Information kann daraufhin in Karten dargestellt werden und so dem Nutzer einen guten räumlichen Überblick über seine Urlaubsregion verschaffen.

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