TravelExpo 2007: Traffics und semantische Suche

Kategorien: Allgemein

Heute war ich auf der TravelExpo in Köln und habe mich ein wenig umgesehen. Gespannt war ich auf die neue Funktion von Traffics: Tibet 2.0. Name verpflichtet, liegt doch die Nähe zu Web2.0 direkt in der Luft.

Der Kern von Tibet2.0 ist die sogenannte Einfeld Suche. Hier kann der Kunde Text, Sätze oder Wörter eingeben, Traffics sucht dann die passenden Angebote zu der Eingabe.
Die Suchbegriffe werden gespeichert und Begriffe, die häufiger verwendet werden, werden in einer klassischen Tag-Cloud unterschiedlich groß dargestellt. Dieses Element scheint wohl auch die Anspielung auf Web2.0 zu sein.

Die Einfeldsuche wird mit semantischer Volltextsuche für Pauschalreisen und erste erfolgreiche Umsetzung der Tag-Cloud Methodik überhaupt bezeichnet. Siehe Pressebericht.

In der Tat scheint die Einfeldsuche nichts anderes zu sein, als eine Volltextsuche auf der Datengrundlage von GIATA, die semantische Funktion daran ist zum einen das Erkennen von Schlüsselwörter, zum anderen das Erkennen der Wörter auch bei leichten Rechtschreibfehlern.

Mit Semantic Web, wie es z.B. unter Tim B. Lee diskutiert wird, hat diese Funktion nichts gemeinsam. Es sieht mehr nach einer Idee der Marketingabteilung aus, als nach einer technologisch neuen Entwicklung.

JO

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6 Kommentare zu “TravelExpo 2007: Traffics und semantische Suche”

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Stell ich mich jetzt total ins Abseits, wenn ich nicht weis was Traffics ist? Erklär doch mal oder setzt nen Link! :)

Traffics (www.traffics.de) ist einer der 3 erwähnenswerten IBE Anbieter in Deutschland und danke an Herrn Oellrich für den Artikel. Marketingtechnisch gut gemacht von Traffics, semantisch eher 6 setzen.

Hallo!
Ich glaube, Traffics hat auch nie behauptet das es was mit dem Semantic Web Ansatz zu tun haben soll. Vielmehr geht es tatsächlich um die erste sinvolle Umsetzung einer fehlertolleranten Suche die auch passende Inhalte liefert. Und das ist per Definition korrekt.
In Kombination mit den tagclouds, ist das sicher für den “Normaluser” schonmal ein guter Schritt. Ich fand es jedenfalls nicht schlecht.

Okay, bevor mich jemand schlägt: mein Kommentar bezieht sich auf den Einsatz auf Reiseportalen.

Hallo Marcus,

klar, dass ich bei den Begriffen “Semantic” und “…2.0″ sehr schnell eine bestimmte Brille aufsetzen und aus dieser Brille meine Beurteilung vornehme. Aber in der Pressemitteilung lese ich auch folgende Sätze:

“… Laut Traffics-Chefentwickler Jens Muskewitz ist Tibet 2.0 nicht weniger als ein Quantensprung, würden doch der Phantasie bei der Urlaubsauswahl mit diesem System keine Grenzen mehr gesetzt” … “Mit Tibet 2.0 wird zum ersten Mal deutlich, welch völlig neue Möglichkeiten der so oft strapazierte Begriff vom Web 2.0 für den Nutzer eigentlich mit sich bringen kann – immer vorausgesetzt, die jeweilige Anwendung ist ausgereift und stabil wie unsere…”

Ich denke einfach, dass die Technologie der “Fehlertoleranten Volltext Suche auf GIATA Texten” nicht mit den hier angekündigten Ansprüchen Schritt halten kann.
Grüße Jens

Also mittlerweilen gibt es ja von Traffics die IBE Version 5.

Die Version 2.0 war nicht wirklich ein Quantensprung und IBEs anderer Anbieter waren/sind wesentlich besser. Dies zeigt auch deutlich die Höhe (Warenkorbwert) der Durchschnittlichen Buchung.

Ich gehen davon aus, dass auch die 5er Version nur ein Marketing Gag ist….


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von links: Jens Oellrich, Michael Faber, Daniel Amersdorffer und  Florian Bauhuber

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