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13. Juli 2007

Erste Blogkonferenz in Kitzbühel: Blogs in Tourism

kitz Erste Blogkonferenz in Kitzbühel: Blogs in TourismGestern war es also soweit. Die erste Blogkonferenz – wir berichteten bereits oder eTourism.info – wurde in Kitzbühel abgehalten. Angereist waren ca. 40 Interessierte, aus der ganzen Welt, denn diese Konferenz wurde von Kremsresearch in Zusammenarbeit mit der Charles Darwin Universität Australien veranstaltet. Der inhaltliche Schwerpunkt der Konferenz bezog sich auf die Frage: wie können Informationen in Blogs und Foren für Destinationen nutzbar gemacht werden. Aus dieser Fragestellung heraus war ein Teil der Präsentationen auch sehr technisch bzw. linguistisch lastig. Da sich dieses Thema noch am Anfang der Entwicklung befinden, hatten diese Vorträge den Charakter einer Grundlagenforschung.

Zwei weitere Vorträge stellten erste Forschungsergebnisse über die Inhalte von Reiseberichten bzw. Reiseblogs dar. Zumindest der Australische Kollege war etwas ernüchtert von seiner Untersuchung. Die Informationen der Reiseblogs waren meist doch von grundsätzlicher Natur und hatten wenig gehaltvolle Information, schon gleich zweimal keine Information, welche einem Destinationsmanager nutzen würden. Begründet wurde das teilweise auch damit, dass die Backpackers, welche häufig Reiseblogs schreiben, in Australien meist am Ende ihres mehrmonatigen Trips sind und somit auch die Motiviation einen Blog zu schreiben nachlässt. Seiner Erfahrung nach könnte Heathrow einen wesentlich größeren Nutzen aus den Blogs ziehen. Der Start jeder Reise ist meist sehr ausführlich beschrieben.

Ein weiterer Vortrag hat sich mit den zukünftigen Entwicklungen des Web beschäftigt: Semantic Web und visualisierte Darstellung von Information. Ich glaube dieser Vortrag war ganz spannend, leider habe ich aber nicht sehr viel davon mitbekommen. Anschließend habe ich nämlich Tourismus-Zukunft vorgestellt und damit die Fraktion der Blogger vertreten, speziell die Blogger mit den B2B Informationen.

Die Abschlussdiskussion drehte sich darum, wie kann Kitzbühel als Destination von diesen Entwicklungen profitieren. Ist es sinnvoll für eine Destination einen Blog aufzubauen, welche Inhalte können geschrieben werden und wird damit wirklich ein Mehrwert geliefert? Ein Ergebnis konnte nicht festgehalten werden, Kitzbühel muss sich jetzt wieder alleine mit dieser Frage beschäftigen.

Meine Take-Home Botschaft war: Man muss und wird sich weiter Gedanken machen, Information in Blogs und Foren zu nutzen, sei es für wissenschaftliche Zwecke, sei es für Marktforschung oder zur Optimierung des eigenen Produkts. Noch befindet sich hier die Tourismusforschung am Anfang und der Weg zu validen Ergebnissen ist doch etwas längerer – zumindest komplizierterer als ich vermutet habe.

JO

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