Twitter im Tourismus

Mit einem simplen Konzept treffen die Twitter-Betreiber genau den Nerv der Web-2.0-Gemeinde, der es offenbar nicht genügt, sich ein paar Mal die Woche per Blog zu produzieren oder in sozialen Netzwerken Gleichgesinnte zu suchen. Jetzt veröffentlichen sie ihre Erlebnisse live im Netz, bei www.twitter.com – und seien sie noch so banal. 140 Zeichen müssen auch reichen – mehr stehen dem Nutzer pro Nachricht nicht zur Verfügung. Diese Nachricht kann der Verfasser auch per SMS und nicht nur per Computer an das Twitter-Netzwerk senden. Umgekehrt können auch Nachrichten auf Wunsch auf dem Handy empfangen werden.
Der Einfluss von Twitter auf die Praxis des Reisens ist bisher noch sehr gering, allerdings sind Anwendungen vor allem in Kombination mit Google Maps (Mashup als GeoTwitter, wie z.B. Twittervision) durchaus vorstellbar und realistisch. Reiseberichte und/oder -tipps extrem kurz und bündig, aktuell und verortet! Ein neuer Markt steht offen!

FB

4 Kommentare zu
Twitter im Tourismus

Elias

ich frage mich wo du da den offenen markt siehst? bei twitter geht es imho nicht um das übermitteln von sinnvollen informationen sondern nur um eine hedonistische selbstdarstellung. ich kann mir noch weniger vorstellen, dass diese art der onetomany communication im bereich tourismus interessant sein soll, da die inforamtionen sich innerhalb eines sehe eng gesteckten zeitlichen und räumlichen horizontes bewegen. eine möglichkeit der verwertung der info durch die empfänger durch direkte partizipierung am geschilderten ist äußerst gering – außer er befindet sich innerhalb der gleichen region. wobei dann die kritische masse nicht zustande kommen dürfte.
die einzige einsatzmöglichkeit die mir einfallen würde ist staumeldung oder wetterbericht….

Florian

Hallo Eli,

“außer er befindet sich innerhalb der gleichen region.”

genau das hab ich doch gemeint! Stell Dir vor Du bist in der selben Ferienregion abends unterwegs – weist nicht wo was los ist, wo Du hingehen sollst, wo es gutes Essen gibt, etc! Wäre das nicht die perfekte Möglichkeit kurz zu kommunizieren- würdest Du nicht auf solche Tipps reagieren! Kritische Masse? Ich denke schon, dass es dafür eine Klientel gibt – und die Selbstdarstellung ist die Triebfeder dafür!

Liebe Grüße,

Florian

Florian

Der riesen Vorteil ist, dass ich mit einer SMS mehrere hundert oder tausend Leute erreichen! z.B. für eine interne Unternehmenskommunikation ist das ein Traum; oder für eine geschlossene Urlaubergruppe z.B. alle Raftingurlauber im Zillertal, die dann spezielle Nachrichten und Events auf Ihr Handy erhalten:

und das kostenlos!

FB

Hallo,

bei der Suche nach Tourismus und Twitter bin ich natürlich auch hier auf diesem Artikel gelandet, auch wenn er schon etwas älter ist. Dennoch scheint sich in der Touristik diesbezüglich noch nicht allzu viel getan zu haben.
Aber gerade die Möglichkeit, einfach mal ein paar kurze Tipps zu twittern, hat in meinen Augen ziemlich viel Potential. Wie soll man an solche “Geheimtipps” auch sonst kommen, wenn nicht von denen, die sich tagtäglich mit einem Zielgebiet auseinander setzen?

Wer uns “followen” möchte: http://www.twitter.com/maltadirekt

Viele Grüße,
Sonja

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Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation