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GPS-Seminar: Fazit und Ausblick

Das Seminar „Einsatz von GPS im Tourismus“ war ein großer Erfolg und zeigte wieder deutlich, dass ständige Weiterbildung nicht nur im Tourismus unerlässlich ist sowie ein solches Seminar von den Teilnehmern auch gewünscht und angenommen wird. Die hohe Brisanz der Thematik und die extreme Dynamik im Markt wurde auch dadurch deutlich, dass fast alle „Marktführer“ (intermaps Software GmbH, Alpstein, monavista, etc.) in dieser Branche nicht nur als Referenten am Seminar beteiligt waren, sondern auch nach ihren Vorträgen als Teilnehmer im Seminar verblieben sind. Dies ermöglichte eine einzigartige Gesprächs- und Diskussionsdynamik, die aber jederzeit ziel- und problemorientiert war.

Die zukünftigen Entwicklungen im Bereich „mobile Dienste im Tourismus“ fasste Ingo Stoll, Geschäftsführer der Webagentur w3design GmbH aus Hannover, in seinem abschließenden Impulsvortrag in drei Thesen zusammen:

  1. Das Internet wird mobil und allgegenwärtig
  2. Web 2.0 kippt das Informationsmonopol der Tourismusanbieter
  3. Mobile Kommunikation macht Nutzer zu Empfängern und Sendern vor Ort (mobiler Rückkanal)

Leider konnten diese Thesen und ihre direkten Implikationen für die Tourismusbranche nicht mehr diskutiert werden. Aber dafür gibt es ja www.tourismus-zukunft.de

FB

Nachtrag: Hier der Link zum Vortrag von Herrn Stoll

4 Kommentare zu
GPS-Seminar: Fazit und Ausblick

Elias

Interessante Thesen, deren Aussagekraft ich doch für begrenzt halte. Nur so als kleiner Einwurf:

1. Das Internet wird mobil und allgegenwärtig

Das Internet ist bereits allgegenwärtig und mobil (email als Teil des Internets gibt es auf fast jedem Handy) Abgesehen von meiner Haarspalterei wäre es besser gewesen folgende These aufzustellen: Die Darstellungsmöglichkeiten von Webinhalten auf mobilen Endgeräten werden, bedingt durch den Ausbau von netzinfrastruktur, sinkende Bandbreitenkosten, technische Weiterentwicklung der Endgeräte und angepasste Darstellungsformen, das quantitaive und qualitative Niveau von der bekannten Darstellungsart am Heim PC erreichen. Wann ist ungewiss, denn sas aber keiner zur Frage stellt: Ist denn überhaupt Bedarf da?

2. Web 2.0 kippt das Informationsmonopol der Tourismusanbieter

Das ist keine These sondern eine äußerst pauschale Aussage. Diese Bedrohung lässt sich thematisch losgegelöst gegen alle kommerziell getriebene Kommunikatoren richten. Fakt ist, dass es innerhalb jedes Netzwerkes Regulatoren / Multiplikatoren / Gatekeeper herausbilden, die Informationen bewerten, korrigiren und Ihnen Werthaftigkeit verleihen. Und das Reisenforen, die es bereits seit 10 Jahren gibt, auch schon „Web2.0“, wird im Zuge des kollektiven Enthusiasmuses vernachlässigt.

3. Mobile Kommunikation macht Nutzer zu Empfängern und Sendern vor Ort (mobiler Rückkanal)

Stimmt, aber was bringt mir diese ungenaue Verortung über Funkzellen udn WLAN Accespoints wenn ich standortgenaues GPS habe. DIe Verschmelzung hat doch längst stattgefunden. Siehe Nokia N95….

Ach wie schade, dass ich erst jetzt davon erfahre. Wäre wegen meines Projektes http://www.bikemap.de gerne dabei gewesen…

Florian

Hallo Eli,

also ich muss dazusagen, dass Herr Stoll diese Thesen weiter ausgeführt und Sie nicht nur so in den Raum gestellt hat! Natürlich hat er dabei auch die Verschmelzung der Geräte und Technologien angesprochen! Zudem kann auch ein GPS-Gerät zukünftig einen Rückkanal aufweisen (Gallileo), mit dem Informationen zurückgesenden werden können ohne Funkzellen oder WLAN zu benutzen!

Liebe Grüße
Florian

Elias

hehe, OK. du weißt einfach, das ich gerne nörgele ;-). Der rückkanal direkt über GPS ist schon sehr interessant.

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Florian Bauhuber

... ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Tourismuszukunft sowie Doktorand am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kollegen touristische Unternehmen und Verbände. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #WebsiteRelaunch #ContentStrategie #Marketing #Vertrieb #Change #Innovation