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Reise-Communities: "in" or "out"?

Eines der beliebten Themen bei Web2.0 ist die Entwicklung von Communities. So verwundert es nicht, dass sich auch im Reisebereich etliche Comminities gebildet haben. Viele sind noch im Beta-Status, viele wurden innerhalb der letzten 6 Monate entwickelt und einige kündigen ihre Launch für die nächsten Tage oder Wochen an. Bei so viel Aktivität stellt sich die Frage, ob Reise-Comminities eigentlich „in“ oder „out“ sind.

Prinzipiell scheinen sich zwei unterschiedliche Richtungen von Reise-Communities zu entwickeln: Zum einen sind es die Communities, auf denen sich die Reisenden ganz allgeimein treffen und über jedes Zielgebiet der Welt sich austauschen und plaudern können, zum anderen gibt es Communities, welche sich nur auf ein Reisegebiet konzentrieren und ihre Nutzer gezielt über diese Destination reden lassen. Einige von den Communities wurden bereits hier auf dem Blog vorgestellt und sollen nicht mehr weiter disktutiert werden:

Jede von diesen Comminuties haben ihr Vor und Nachteile. Einige existieren schon seit längerer Zeit, einige sind bereits erfolgreich und viele sind ganz jung und wollen sich auf dem Bereich etablieren.

Wenn ich mir diese Liste anschauen, dann frag ich mich ernsthaft, wo die ganzen User herkommen, die sich hier überall anmelden sollen. Diese Liste dürfte noch nicht mal vollständig sein und schon jetzt gleichen sich viele Communities auf das Haar bzw. auf den Pixel. Meine Einschätzung nach dürfte das Thema für neue Firmengründungen auf dem Gebiet bereits tot sein. Sich auf diesem Bereich zu etablieren und sich vom Markt abzusetzen ist nur noch mit großen Aufwand möglich. Hinzu kommt zu diesen Reise-Communities auch noch die „großen“ Communities wie Myspace oder Xing etc., welche Gruppen und Foren zum Thema Reisen anbieten. Ich befürchte das Thema Reise-Community ist „out“, bevor es bei den meisten Nutzern wirklich „In“ war, jedenfalls mit den Themen: Freunde finden, Tag-Clouds, Bilder und Videos hochladen, Artikel veröffentlichen und all die anderen Web2.0 Grundfeatures. Wenn sich noch eine Firma auf dem Gebiet versuchen will, dann braucht es dazu neue und zwar wirklich neue Ideen und Ansätze.

Wer kennt noch weitere Comminities zum Thema Reisen? Diese können hier kurz gepostet werden, so dass sich im Laufe der Zeit eine Sammlung entwickelt und ein Überblick über den Markt entsteht.

JO

18 Kommentare zu
Reise-Communities: "in" or "out"?

Der Markt entwickelt sich gerade und die Anbieter sind noch nicht auf die Zielgruppe eingestellt. Bestes Beispiel http://www.meinholidayland.de.. Scheinbar kooperieren die mit Reiseland… http://www.meinreiseland.de … Absolutes Negativbeispiel. Wenn die User sich das gefallen lassen… Mal schauen

http://www.maptales.com ist eine commnuity-plattform die im moment im entstehen ist – wir haben zwar nicht ausschliesslich reiselustige als zielgruppe, aber auch fuer die sollte das angebot attraktiv sein. wir sehen uns primaer als „tool“ bzw. software (die halt im browser laeuft) um reisen und erlebnisse zu dokumentieren, und sie dann als link verschicken zu koennen oder auf google earth etc. weiterzuexportieren. lasst euch vom momentanen content der seite nicht abschrecken – wir haben sehr viele leute, die im moment fuer uns testen, aber nicht jeder hat eine spannende story auf lager 🙂

im moment sind wir closed beta, nehmen aber gerne neue leute ins testprogramm auf (einfach ein mail an office@maptales.com). oeffentlicher launch ist fuer ende juni geplant – rechtzeitig zur sommersaison!

Jens

Gerade lese ich auf, dass wieder eine Reise-Community in der Beta Phase steckt. Diesmal nennt sie sich tripflip.de http://www.tripflip.de.

Ich denke es lohnt sich diese Szene im Auge zu behalten und zu beobchten, wer bei der Gunst der User am besten ankommt.

Hi Jens :-),

ja, wir werden mit travello.com bald ein zusammengeführtes Portal aller Unterportale von travello.de mit komplett neuer Technik und vielen neuen Funktionalitäten freischalten (siehe Meldung von Kinkaa). Evtl. kannst du den .com-Link noch ergänzen? Wird eine höchst spannende Geschichte, soviel kann ich schon mal versprechen!

Doreen

Jens

Hallo Doreen, schön von euch zu hören. Ich habe den Link auf .com angepasst. Ich bin schon ganz gespannt, was ihr Besonderes in eure Community einbaut.
Aber ehrlich ich bin ganz froh, dass ich nicht auch noch an eine Community baue, sondern dass wir hier etwas anderes entwickeln.
Grüße Jens

Kai

Ich finde den Artikel interessant. Schoen mal eine Liste alle Mitbewerber zu sehen 😉 Jedoch sollte man hier nicht alles ueber einen Kamm scheren.

Der Begriff „Reisecommunity“ wird oft sehr allgemein gebraucht. Ich persoenlich unterscheide bei den vielen Communities nicht nur nach Zielgruppen, sondern auch nach Intention der Community.

Trivago oder Holidaycheck sehe ich weniger als richtige „Community“ zum kennenlernen von anderen Reisenden (oder gar Reisepartnern) sondern eher als Dooyoo oder Ciao.com der Reisebranche. Es werden jede Menge Empfehlungen und Bewertungen abgegeben. (Was natuerlich nicht weniger hilfreich ist)

Aber wenn man mal das Facebook oder das MySpace-Prinzip in diese Website zu uebertragen versucht, scheitert das schon daran, dass die Auslegen dieser Portal rein kommerziell ist (was nicht heissen soll, dass Facebook und MySpace mittlerweile auch dick $$$ machen).

Man sollte halt nicht alles in einen Topf werfen und dann sagen „Guggma es gibt schon 20 Reisecommunities, die alle das gleiche tun!“

Jens

Hallo Kai,
das stimmt natürlich, dass nicht alle Communities gleich sind. Gerade Holidaycheck hat eine andere Zielsetzung als viele Communities, die das Thema „Freunde“ in den Mittelpunkt stellen. Aber selbst, wenn wir diese Communities nicht dazurechnenen, so bleibt eine große Anzahl an Reisecommunities übrig, welche auf den ersten Blick gleich aussehen – zumindest für den Endkunden. Hier finde ich es spannend zu beobachten, welche sich mit ihrem Konzept und warum sich genau diese durchsetzen wird.

Grüße
Jens

Einen optischen guten Eindruck macht http://www.globalzoo.de – da darf man gespannt sein. Die http://www.tripflip.de Seite scheint auch sehr gut, gerade für jüngere Leute! http://www.tripsbytips.de finde ich auch sehr angenehm.
Die Urlaubswerk Community macht auch einen anständigen Eindruck, allerdings vermutet man da offensichtlich kommerzielle Interessen und das Vergütungssystem scheint neu zu sein und von http://www.tripflip.de übernommen.

myreiseteam.de wirkt billig und man vergleiche mal die E-Mail Benachrichtungs-Box mit der von globalzoo.de – hahaha, offensichtlicher kann man Designs nicht klauen(geht an myreiseteam.de).

Der Rest versinkt für mich ein bischen im Schatten der anderen und an meinen subjektiven Empfinden(irgendwas stört mich immer ;))

MfG
Horst-Günther

Elias

Mmmmh. Bis jetzt alles ganz nett anzusehen und mehr oder minder auch ganz ordentlich zu bedienen. Ich denke das kann man aber allen Plattformen mit dem „Web2.0 Gedanken“ grundsätzlich zugestehen. Allerdings finde ich die Konzepte beliebig austauschbar und die zündende Idee mit einer hohen Conversion und Hypefaktor fehlt mir. Und: Wie kann ich damit Geld verdienen? Im Prinzip seh ich nur ein folgende Ansätze: Adressgenerierung, Adsale, Affiliate, Adwords oder das ganz große Storytelling mit Blick auf Veräußerung ;-).
User kommen und User gehen:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,445466,00.html

Hoppe

Hallo,
@ Horst-Günther: ich habe den Jungs von http://www.tripflip.de am Anfang etwas Ideen geliefert und kann sagen das das Vergütungssystem erst auf der tripflip.de Seite war und wenige Tage später dann ein System bei Urlaubswerk online ging. Das nur nebenbei bemerkt 😉

Sprechen wir es doch mal offen an:
Gewinnen wird der, der eine gescheite „Aggregations“-Plattform launchen kann. Ohne kommerziellem Tui&Co Interesse dahinter.

Und wer traut sich von Euch Benchmark-Experten auch Inhalte von Konkurrenten zu zeigen?

Das ist nämlich wirklich zukunftsorientiert. Dahin geht auch der Weg: Semantic Web & Socal Media/Network/User Generated Contnat zu kombinieren: WEB 3.0

Es geht hier nicht um „Geheimnisse“ zu verraten, sondern nur herauszufinden warum die Dinge niemand anspricht die in den nächsten 3 Jahren Realität werden …

auf den Beitrag zu Cosmotourist ist ein Kommentar bzgl. einer neuen Community gelandet: http://www.tiary.de.

hier der Kommentar:
http://www.tourismus-zukunft.de/2007/03/29/reisecommunity-cosmotourist/#comment-254

Da das ausdrücklich erwünscht ist, möchte ich hier kurz unsere Seite veröffentlichen.
http://www.mapyourspots.de
Geotagging von touristisch interessanten Zielen.
Hauptzielland Deutschland weils da einfach unendlich viel zu sehen gibt.

Ich habe die anderne Angebot mal durchgeschaut, aber die wenigsten versuchen Geotagging konsequent durchzuziehen, oder es werden alle möglichen Sachen getaggt die aber vermutlich nur sehr wenige interessieren.
Zum Beispiel Apotheken und Tankstellen.
Wir möchten ein Angebot aufbauen das gezielt den Touristen anspricht der sich in einer fremden Gegend aufhält. Gerade auch fernab von großen Städten, wobei man da natürlich nicht dran vorbeikommt.

Hallo an alle,

logfiles sind doch was schönes 😉 So konnte nun ich meine „böse Konkurrenz“-Liste noch erweitern 😉
Danke übrigens für den Backlink Jens!

Zum Thema:

Wie mein Vorredner schon sagte: Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.
Je nachdem wo man seine Prioritäten setzt muss man sehen ob man in seiner Nische erfolgreich sein kann.

Wieviele Klamottenmarken gibt es? Wieviele Bäcker gibts in euer Stadt?
Das alles ist nicht NUR eine Sache der Idee sondern auch des Marketings. Wie mein Prof damals schon immer sagte: Hau einem Huhn die Füße breit und verkauf es als Ente.
Dazu gehören neben einem vernünftigen Design natürlich auch Features und – imho das Wichtigste – das Marketing.

Web 2.0 – ich selber mag das mitunter schon nicht mehr hören. Die berühmt-berüchtigten Features dieses „Trends“ eingebaut und schon kann/darf/will sich jeder so nennen. Ob das nun am Kunden vorbei geht oder nicht – es muss ja scheinbar immer drin sein. Natürlich werden wir das auch integerieren – unser Fokus liegt aber mehr auf Informationen und somit ist das für uns nicht der Hauptaspekt der Strategie.

Wie man immer so schön sagt: Content is king! Wenn irgendwann der Web 2.0-Hype abgeflaut ist wird ein Bedürfnis immer noch bestehen: Die unendliche Gier nach Informationen und Wissen.
Wer es – neben diesen ganzen tollen Web 2.0 Features – schafft eben dieses zu bieten der wird auch in der Zukunft noch seine Besucher und den damit verbundenen „Erfolg“ haben.
Es gibt auch immer noch Seiten, mitunter lange gewachsen, die auf all diesen Schnickschnack mehr oder minder verzichten und dennoch gut fahren. Als Freßsack erwähne ich hier gerne chefkoch.de….

Ich jedenfalls wünsche allen, die ein ehrliches Ziel damit verfolgen, Glück und denke, dass es wie sonst auch so oft auch nebeneinander gehen kann/wird.

ähm ja – ich vergaß zu erwähnen: wir sind noch in der Entwicklung und werden erst im letzten Quartal 2007 online gehen. Zur Zeit sind wir das nur wegen der Suchmaschinenindexierung….

Andrea

Hallo,

ich bummel gerade so durch´s Net und staune wieviele Web 2.0 Communities es mittlerweile schon so gibt. Viele neue moderne Designs, viele neue Ideen, Video, Fotos, Chat, Content in Hülle und Fülle ….wie schön wäre es wenn man auch so eine moderne, tolle und funktionelle Web 2.0 Webseite hätte.

Doch nach der hundersten Seite wurde mir klar, man kann zwar zu allem Community sagen aber nicht alles ist auch eine wirkliche Community.
Was machen die, was du so gerne haben möchtest für deine eigene Webseite, fragte ich mich.
Die bauen Community Features in eine Web 2.0 Seite und haben dann eine Community. So läuft das, zumindest von der Software her.
Die Leute, zumindest viele davon haben echt Ahnung wie man Ajax, Java, XML & Co zusammen finden läßt. Respekt!

Ich kann es nicht, aber ich kann es kaufen. Ich brauche Content für meine Community. Web 2.0 erzeugt Content, viel Content, User Content, das ist ja wunderbar, dachte ich mir.

Aber wir wollen ja eine Community, so weiter gedacht…
Damit die Community funktionieren kann brauch man Mitglieder viele, Mitglieder. Ich will verkaufen, ich brauch tausende Mitglieder, ach was rede ich Hunderttausende Mitglieder.

Aber warum sollen hundertausende fremde Menschen die sich untereinander gar nicht kennen mit einer anderen Person Fotos, Videos, Kommentare, austauschen? Welche Bindung gibt es bei den hunderttausenden? Welche Bindung bieten die ganzen Portale die es gibt?
Ist Holiday Check eine Community?
Eher nicht. Es ist ein Informationsportal das von Millionen verschiedenen Menschen besucht wird.

Eine Community brauch Mitglieder die sich „communisieren“ lassen. Welche Member lassen sich „communisieren“ ?
Ich lass mich nur „communisieren“ wenn ich dazu gehören will.

Eine Gruppe fremder Menschen die sich wahrscheinlich nie sehen werden und deren einzigster Sinn und Zweck es ist Fotos und Videos ( ect.) in enormen Mengen auszutauschen ist nicht das was ich mir unter MEINER Community vorstelle. Das Dazugehörigkeitsgefühl ist nicht besonders groß wie ich finde. Aber die Technik begeistert.

Ich fand eine Studie : „WEB 2.0“ Grundlagenstudie des Markt- und Medienforschungsinstitutes result in Zusammenarbeit mit der Medienforschung des Südwestrundfunks.
Die sehr interessant ist. Demnach haben Informations-/ Kommunikationsportale die größte AKTIVEN Usergruppe, gefolgt von der INAKTIVEN Usergruppe der Unterhaltungssuchenden. Gleich dananch kommt die INAKTIVE Usergruppe der Infosucher. Gefolgt von der AKTIVEN Spezifisch Interessierte Usergruppe.

Aus allen Gruppen die eine nennenswerte Größe haben, damit sich damit Geld verdienen läßt, die für Web 2.0 geeignet sind, sind die Aktiven Spezifisch Interessierten Usergruppen, oder wie es in der Studie genannt wird: SPITZE ZIEL- oder USERGRUPPE.

Eine Community mit einer langanhaltenden Mitgliederbindung ist eine Spitze Zielgruppe , da wird Geld verdient und hier ist Web 2.0 perfekt, einfach wunderbar, es muß nur zuende gedacht werden und das ist es bei all den ganzen Seiten die ich bisher gesehen haben ( mich Interessieren nur Reiseseiten, Communities, Hotelkataloge, IBE´S) nur minimal umgesetzt worden. Schade, zeigt aber auch, das Technik & Design nicht ausreichen.

Andrea

Kai

Ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen Eintrag richtig verstanden habe. Einerseits stellst du die Funktion einer Community in Frage, andererseits beantwortest du dir diese Frage im naechsten Satz selbst.

Wenn ich das richtig rausgehoert habe, denkst du, dass Communities dann funktionieren, wenn sich Leute wohl- und integriert fuehlen. Ich stimme mit dir ueberein, dass das Wort Community oft falsch benutzt wird. Man versucht oft schon ein Forum als Community anzupreisen.

Jedoch musst du bedenken, dass das der Begriff des „sich wohlfuehlens“ schon alleine so subjektiv ist, dass man deshalb schon nicht genau definieren kann, was eine Community gut macht oder schlecht – oder was ueberhaupt. Ich habe mich bei MySpace noch nie wohlgefuehlt und nutze das Teil eigentlich garnicht (ausser um die Entwicklung zu verfolgen) – aber trotzdem scheint es Millionen von Menschen ein Gefuehl von Gemeinschaft zu vermitteln.

Ob dies nun durch Fotos von anderen Leuten, Gedichte, Erzaehlungen oder Hotel-Empfehlung geschieht, ist doch egal. Jeder sucht sich das aus, wonach im Zumute ist und wo er seinen Bedarf an „Socialsing“ decken kann. Das ist fuer mich ein Grossteil des Web 2.0.

Es kann keine perfekte Community geben, da es keine perfekte Gemeinschaft gibt. Jeder ist und bleibt ein Individuum. Schoen, dass es nun immer mehr Auswahl gibt.

Das klingt ja jetzt echt dramatisch… 😀

Florian

Hier ein weitere Neuzugang für die LIste:

tagyourplace.com

Herzlichen Dank Alexander hierfür!

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