Bewegt man sich aufmerksam im Internet und beobachtet dabei die Reiseseiten, so muss es einem Auffallen: An jeder Ecke entsteht eine neue Reisecommunity! Auch hier haben wir wieder eine neue Community, welche sich noch im Beta-Status befindet und um die Gunst der Reisenden wirbt. Diesmal hat Urlaubswerk die Seite ins Leben gerufen. Wie mir scheint, so ist Urlaubswerk eine der vielen Online-Reisebüros, welche sich im Netz tummeln und mit zwei Merkmale ausgestattet ist:
Die Community beherrscht die üblichen Funktion: Benutzer bzw. Freunde, Reiseberichte, Bewertungen und Fotogalerie. Ein Teil der Menüführung wird mit Tagclouds abgedeckt, an dessen kleinen Schriften man sofort erkennt: Hinter vielen Tags liegt nur 1 Treffer.
Die vielen Communities (siehe dazu auch die anderen Beschreibungen hier im Blog) sind alle schön und gut und sicherlich muss man es als Unternehmer auch versuchen – auch wenn man weiss, dass sich langfristig nur wenige durchsetzen werden. Richtig creativ und auf die Reisebranche zugeschnitten scheinen wohl keine der Communities zu sein. Ersetzt man das Wort Reise zum Beispiel mit Auto, so könnten diese Konzepte sofort für die Automobilbranche übernommen werden: Fahrberichte, Autobewertungen, Freunde mit den gleichen Autos, Bilder von meinem Auto etc.
Ich bin mir nicht sicher, ob wir in der Touristik langfristig mit solchen Communities weiterkommen oder ob wir nicht doch mehr Kreativität brauchen – wie auch immer diese aussehen mag.
JO
Sehr spannend. Ich bin Österreich Werber und habe diese Bedenken ebenso. Die Österreich Werbung versucht dzt. unterschiedliche social network tools für Tourismusmarketing zu nutzen.
Dzt. probieren wir unterschiedliche Ansätze aus:
* selbst neue web 2.0 communities zu schaffen (wir launchen gerade ein österreich-weites social-network Reiseportal für Österreich …)
* uns an bestehenden special interest communities mit Reise-Inhalten zu beteiligen (z.B. Speising.net)
* eigene corporate blogs (Kulinarisch Reisen Blog)
* oder gut eingeführte special interest blogger wie Reisejournalisten zu behandeln (wie z.B. unlängst meine Kollegen aus den USA mit dem Wine-Blogger Basic Juice)
* und natürlich beobachten wir Foren und touristische Empfehlungs-Plattformen und deren Einträge genau
Bin gespannt, welche Initiativen den größten Erfolg bringen werden …
Ich sehe da auch eher, dass solch eine Community immer nur die Ergänzung zu einem bereits funktionierenden Reiseportal sein kann. Von demher ist der Ansatz von URlaubswerk ganz gut. Bietet Mehrwert für die Kunden und bietet Möglichkeit etwas günstiger zu verreisen.
Kerngeschäft ist aber sicher der Reiseshop, der aber bestimmt auch zu den besten gehört.
Veröffentlicht am 16. April 2007 um 19:11 Uhr