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VIR veröffentlicht Zahlen

Der Verband VIR (www.v-i-r.de), zu dem sich 8 große Online-Reiseportale zusammengeschlossen haben, hat erstmalig ein paar Zahlen über seine Mitglieder und deren Entwicklung veröffentlicht. Pünktlich zur ITB 2007 gibt es das Heft: Daten & Fakten zum Online-Reisemarkt.

Neben der Größe und der Struktur der Mitglieder wurden hier einige Zahlen aus der Reiseanalyse veröffentlicht. Avigo, Ebookers, Expedia.de,  Ferien.de, hinundweg.com, lastminute.com, opodo.de und travel24.com beschäftigen zusammen ca. 600 Mitarbeiter und haben im Jahr 2006 gemeinschaftlich ca. 864 Mio. Umsatz gemacht. Umgerechnet heißt das, dass 15,2 % aller aktiven deutschen Internetnutzer in Q4/2006 eines dieser Portale besucht haben.

Interessant ist ebenfalls, dass der VIR eine Frage zum Thema Web2.0 bei der Reiseanalyse in Auftrag gegeben hat. Hier wurde abgefragt, welche der folgenden Dienstleistungen schon genutzt wurden, bekannt sind bzw. Interesse geäußert wurden. Am bekanntesten war demnach das Thema: Weltkarte/ Satellitenbild bei über 60% der Personen mit Internetzugang. Auf Platz 2 liegen Meinungsplattformen, Virtuelle Touren auf Platz 3, danach Flickr/Youtube und zuletzt Reiseführer als Podcast.

Nun was soll uns diese Aufstellung von Dienstleistungen sagen? Zum einen, dass es hier etwas verkürzt dargestellt wurde. (Mangels Zeit auf der ITB) und zum anderen: Ehrlich gesagt: Ich weiss nicht, was mir diese Ergebnisse sagen sollen. Ich bin mir auch nicht sicher, wie und was welche Dienstleistung mit Web2.0 zu tun hat und was sich jeweils der Befragte unter den einzelnen Punkten und Web2.0 vorgestellt hat. Das Thema Web2.0 bleibt wohl mit solchen Umfragen weiterhin spannend und mysteriös.

JO

 

2 Kommentare zu
VIR veröffentlicht Zahlen

michael buller

der kern der sache von web 2 liegt darin….das wir heute bis dto. kunden haben die ANWENDER sind…….und durch die möglichkeiten wie zb. blog…oder flickr….selber zum ANBIETER werden.

das ist doch unglaublich spannend….und wird meiner ansicht nach…portale, software und zb. auch den journalismus verändern.

die deutschen sind da noch ziemlich zurückhaltend (eigentlich ja auch zu erwarten)…..aber es kommt

michi

Hallo Michael, natürlich kann unter Web2.0 die Entwicklung vom Anwender zum Anbieter gesehen werden und auch ich finde diese Entwicklung sehr spannend. Genauso zählen für mich die Mash-Ups und die Entwicklung von APIs, RSS und Ajax zu dem Begriff Web2.0 dazu. Mit anderen Worten, die Bandbreite von Web2.0 ist so groß, dass es für mich schwer ist, dieses Thema mit nur einer Frage abzudecken.
Dazu kommt auch, dass viele Kunden (Befragten) an einigen Stellen Web2.0 Technologien verwenden, ohne es zu wissen. Auf der anderen Seite meinen die Kunden, sie seien auf einer Web2.0 Anwendung und es ist fraglich, ob dies wirklich eine ist. Ist Holidaycheck Web2.0? Dann müsste auch aus meiner Sicht auch amazon Web2.0 sein, da diese die Väter der Beurteilungssysteme sind. Aber wird amazon wirklich zu Web2.0 gezählt oder war das nicht ein Musterschüler der dotcom Ära? Oder wie verhält sich eigentlich dotcom zu web2.0?

Aus dieser Sicht heraus finde ich, dass diese Frage nicht sehr viel Aufschluß über das Thema Web2.0 bringt und bringen kann. Wo die Begriffe für die Fachleute noch nicht sauber definiert sind, können wir nicht vom Endkunden erwarten, dass dieser im Sinne der Fragestellung mit dem Begriffen umgeht. Ein einheitliches Grundverständnis ist aber Grundlage für eine quantitative Befragung, sonst ist der Interpretationsspielraum der Befragten zu groß und die Aussagekraft einer Zahl zu gering.

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