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9. Oktober 2006

Web2.0 als Grundlage für Touristik2.0?

Das Thema Web2.0 wird für die Touristik immer wichtiger. So betitelte Herr Frenzel von der TUI seinen Vortrag auf dem diesjährigen FVW Kongress frei nach dem Web2.0 Konzept mit Touristik2.0. Allerdings scheint noch nicht wirklich klar zu sein, wo dieser Trend hingeht und welche Web2.0 Features für die Touristik sinnvoll sind und wie diese eingesetzt werden können. Das Vorzeigeprojekt der Touristik ist wohl holidaycheck.de, auf deren Seite die Kunden Bewertungen über Hotels abgeben können. Letzlich eine Funktion, die bei amazon seit Beginn des populären Webs integriert ist. Expedia experimentiert in Frankreich mit einem Blog, der die Kunden an das Portal binden soll, und Herr Parkitny redet in Deutschland vollmundig vom Web 4.0, das angeblich für Expedia schon umgesetzt sein soll. In Wirklichkeit wird damit wohl die 4. Strategie gemeint sein, auf der Suche nach einer guten Gestaltung seines online Reiseportals.

Unabhängig einer großen Firma entwickelt Wikitravel einen Reiseführer ganz im Sinne von Wikipedia: Jeder ist ein Experte auf seinem Gebiet.

Ob diese Entwicklungen aber schon ausreichen, um von einer Touristik2.0 sprechen zu können, ist fraglich. Sicher ist nur, dass eine Veränderung in der Touristik stattfindet, die nicht zu letzt getrieben ist von technologischen Entwicklungen. Sicher ist aus der heutigen Perspektive auch, dass Web2.0 lediglich einen Teilbereich der Touristik betrifft, nämlich die Kommunikation mit dem Kunden. Daher scheint wohl eine Anlehnung des Begriffs Touristik2.0 an Web2.0 wohl mehr den Marketing Experten zu entspringen als auf fundierten Entwicklungen in der Touristik aufzubauen.

Eine Touristik2.0 mit neuen Produkten und einer wirklich neuen Herangehensweise muss sich in den nächsten Jahren erst noch entwickeln. Mit den heutigen Ansätzen wird das nur begrenzt im Zusammenhang stehen.

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